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Entscheidungen treffen – warum ich heute dort bin wo ich bin

Entscheidungen treffen – warum ich heute dort bin wo ich bin

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Entscheidungen treffen gehört einfach zu unserem Leben. Oft macht man das ganz unbewusst, manchmal brütet man aber auch stunden- oder sogar tagelang vor sich hin und kommt einfach zu keinem Ergebnis. Bei ganz wichtigen Dingen habe ich schon Pro- und Contra-Listen geschrieben, nur um mich dann für das zu entscheiden, was mir mein Bauchgefühl von der ersten Sekunde an gesagt hat. Manche Entscheidungen in meinem Leben stellten sich erst nach Jahren als richtige Glückstreffer heraus und andere hätte ich am liebsten wieder rückgängig gemacht. Aber all diese Entscheidungen habe eines gemeinsam: Sie haben mich dorthin geführt, wo ich heute bin. Und über diesen Weg, der ganz bestimmt nicht immer geplant und geradlinig verlief, möchte ich heute sprechen.

 

Entscheidungen treffen – Warum ich heute dort bin wo ich bin

 

Entscheidungen treffen bestimmt unser Leben

Pilot hat mich gefragt, ob ich ganz nach dem Motto „Ausprobieren oder Wegradieren“ meine persönliche „Up&Down“-Geschichte aufschreiben möchte. Also etwas über Dinge in meinem Leben die gut waren. Und über Dinge, die ich vielleicht am liebsten wieder rückgängig gemacht und ausradiert hätte. Es gibt immer wieder Entscheidungen, die man bereut. Kleine sowie Große. Schön wäre es, wenn man solche Dinge einfach wieder streichen könnte. Ganz so, als hätte man etwas Falsches auf ein Blatt Papier geschrieben und möchte es wieder ausradieren. Leider klappt das im Leben nicht so gut, wie mit den radierbaren FriXion Stiften von Pilot.

Die FriXion Family wird 10

Ich verwende diese FriXion Stifte von Pilot schon seit Jahren im Job und ich liebe sie wirklich sehr. Eigentlich schreibe ich kaum mit anderen Stiften, trage damit Termine im Kalender ein und radiere sie weg, wenn sich etwas verändert. In meinem Blogpost über meine monatliche Mindmap und im Rahmen meiner Tipps zum Thema Selbständig machen habe ich schon viel über die Stifte erzählt. Und ich mache es heute sehr gerne wieder, denn Dinge, von denen ich einfach überzeugt bin und die ich auch im Alltag täglich benutze, haben einen festen Platz hier bei mir am Blog.

Wenn du zum Beispiel auch so ein visueller Typ wie ich bist und gerne zeichnet, schreibt und kritzelt, dann ruft Pilot genau dich auf um deinen „Ausprobieren“- und „Wegradieren“-Momente aufzumalen oder aufzuschreiben. Ein Foto davon kannst du noch bis zum 15. Oktober hochladen und mit etwas Glück 80 Stiftepakete und 20 Gutscheine à 500 Euro von Jochen Schweizer für neue „Ausprobieren!“-Momente gewinnen.

Entscheidungen treffen – Warum ich heute dort bin wo ich bin

 

Entscheidungen treffen ist manchmal gar nicht so einfach

Ich habe keine geradlinige berufliche Laufbahn hingelegt. Nachträglich gesehen hätte das auch nicht wirklich zu mir gepasst. Manchmal musste ich mir anhören „Das hättest du aber leichter haben können“, aber Entscheidungen zu treffen fiel mir nicht immer ganz so leicht und in meinem Perfektionismus hielt ich nicht selten viel zu lange mit Grübeln und Überlegen auf.

Manchmal treffe ich Entscheidungen aber auch impulsiv aus einem starken Gefühl heraus, so wie damals, als ich mit der Unterstufe fertig war und es darum ging, eine Ausbildung zu machen oder weiter in die Schule zu gehen. Ich wusste genau, dass ich auf eine höhere Schule wollte und ich hatte mich auch schon für die Handelsakademie entschieden. Damals war es noch üblich, dass man eine Aufnahmeprüfung ablegen musste, egal wie gut oder schlecht die Noten waren. Meine Mutter bestand darauf, dass ich mich sicherheitshalber auch noch an einer anderen Schule bewerben sollte. Nur für den Fall, dass ich die Prüfung für die HAK nicht schaffe. In meinem Kopf war jedoch klar, dass ich auf keine andere Schule wollte und so versemmelte ich ganz bewusst die Aufnahmeprüfung an der anderen Schule. Ich war ziemlich kreativ darin, falsche Antworten zu erfinden und im Nachhinein gesehen hätte ich dieses Sicherheitsnetz nicht so einfach ignorieren sollen. Glücklicherweise wurde ich dann doch an der Handelsakademie aufgenommen und mir wurde erst später klar, wie naiv ich mich verhalten hatte.

Entscheidungen treffen – Warum ich heute dort bin wo ich bin
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Job oder Studium

Nach der Matura entschied ich mich ganz bewusst gegen ein Studium, obwohl die Uni für mich immer eine Option war. Aber ich wollte unabhängig sein, wollte mein eigenes Geld verdienen. Ein Auto kaufen, reisen, mir den einen oder anderen materiellen Wunsch erfüllen.
Ich entschied mich dafür Grafikerin zu werden. Ernüchternd war nur, dass mich niemand wollte, weil ich keine entsprechende Ausbildung hatte. Das Kolleg dafür kostete 5.000 Euro. Geld, das ich nicht hatte, dafür reichte mein bescheidener Verdienst durch diverse Ferialjobs bei Weitem nicht aus.

Also musste ich wohl oder übel den schwierigeren Weg zu gehen, um nicht aufzugeben zu müssen und es irgendwie zu schaffen, dass ich die Ausbildung doch noch machen konnte. Also bewarb ich mich für ein Kreativstipendium, rannte gefühlt hundert Stellen, Vereine und sonst noch was alles ab und bekam tatsächlich ein volles Stipendium für das Kolleg für Grafik- und Kommunikationsdesign.

Ein halbes Jahr später trat ich den einzigen Job an, für den ich mich beworben hatte. Weil ich keinen anderen wollte. Mal wieder. Die Zeit war wirklich nicht einfach. Wenn man mit 19 in eine 50-60 Stunden Woche geworfen wird, keine Praxis hat und erstmal nicht weiß, wie man alles schaffen soll. Es gab Zeiten, da habe ich mich gefragt, warum ich so dumm war und mir nicht noch andere Jobs angesehen hatte. Warum ich unbedingt diesen Job wollte, der mich vor allem zu Beginn körperlich und geistig bis an die Grenzen meiner Belastbarkeit forderte. Trotz allem bin ich froh, dass ich nicht aufgegeben habe. Ich bin mir sicher, dass ich in den 3 Jahren mehr gelernt habe, als es in einem anderen Job jemals möglich gewesen wäre. Ich habe fürs Leben gelernt, für meine jetzige Selbständigkeit und natürlich auch für die Uni, für die ich mich nach 3 Jahren entschied.

 

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Zurück auf die Uni

Irgendwann war mir klar, dass ich doch noch studieren wollte. Wenn ich es jetzt nicht mache, mache ich es nie wieder, sagte ich mir damals. Ich bewarb mich für die Fachhochschule und wollte unbedingt Industrial Design studieren. In meiner Fantasie sah ich mich schon Dinge entwerfen, die die Welt revolutionieren. Irgendwo in einem futuristischen Büro, hoch über den Dächern einer Großstadt. Schließlich kam es anders. Diesmal hatte ich die Aufnahmeprüfung nicht absichtlich versemmel, ich wurde einfach nicht genommen. Ich landete auf dem zweiten Platz der Warteliste und trotz wochenlangem Hoffen, sprang niemand ab. Ich rückte nicht vor. Ich konnte nicht auf die FH. Ich war am Boden zerstört.

Gekündigt hatte ich schon, einen neuen Job wollte ich mir nicht suchen und in meinen alten Job zurückzugehen wäre für mich ein Eingeständnis meines Versagens gewesen. Nachdem ich den Kopf wieder aus dem Sand gezogen hatte, immatrikulierte ich auf der Karl-Franzens-Universität in Graz. Ich entschied mich dafür, mein Leben in eine andere Richtung zu lenken und fing an Wirtschaftspädagogik zu studieren. Die Schwerpunkte legte ich dabei auf Marketing und Mitarbeiterführung. Gerade in den ersten zwei Semestern hätte ich nie gedacht, dass ich einmal sagen würde, dass dies die beste Entscheidung war, die ich hätte treffen können. Die Uni war der Ort, der viel besser zu mir passte als die FH. Hier hatte ich keinen festen Stundenplan, ich konnte – und musste – mir meine Lehrveranstaltungen selbst aussuchen, einteilen und planen. Durch den Job war ich es gewohnt mich zu organisieren, auch mal stressige Zeiten durchzustehen und auf ein Ziel hin zu arbeiten. Es war ganz sicher nicht alles rosarot, es gab Zeiten, da hatte ich 6 oder 8 Prüfungen in einer Woche und ich weiß bis heute nicht, wie ich den ganzen Stoff in mein Hirn hineinstopfen und halbwegs sinnvoll wieder herausholen konnte. Aber es gelang mir tatsächlich mein Studium inklusive einem Praxissemester und der Diplomarbeit ein Semester unter der Mindeststudiendauer abzuschließen.

 

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Arbeit und die Entscheidung für die Selbständigkeit

Während des Studiums wurde mir immer stärker klar, dass ich nicht „nur“ Designer sein wollte. Ich wollte einen Job im Marketing, wollte Konzepte entwerfen, mit Menschen zu tun haben und trotzdem noch ein bisschen grafisch arbeiten. Ich war unglaublich glücklich, als mir bereits knapp vor Abschluss meiner Diplomarbeit ein solcher Job angeboten wurde und die Entscheidung zuzusagen, traf ich damals ganz spontan. Was soll ich sagen: Ich liebte meinen Job. Natürlich war auch hier nicht immer alles einfach und toll, aber die Erfahrung hatte mich gelehrt, dass die Welt nicht nur aus Sonnenschein besteht.

Aber ich wäre nicht ich, wenn ich noch in diesem Job arbeiten würde. Nach knapp 4 Jahren wollte ich mehr. Mehr Selbstbestimmung, mehr Verantwortung, mehr… ich weiß nicht… mehr Freiheit vielleicht. Der Schritt in die Selbständigkeit war kein leichter. Selten habe ich über einer Entscheidung so sehr gebrütet. Es gab Tage, da war ich tausendprozentig davon überzeugt, dass es für mich nur diese eine Sache gab und Nächte, in denen ich schweißgebadet aufwachte und mich fragte, was in Gottes Namen ich denn nur tat. Einen sicheren Job kündigen? In eine völlig ungewisse Zukunft gehen? Mich selbst finden? Meinen Traum erfüllen? Manchmal war ich mir nicht sicher, was davon zutraf. Und ob überhaupt irgendwas davon zutraf.

Entscheidungen treffen – Warum ich heute dort bin wo ich bin

Es heißt immer, wenn man zweifelt, soll man es nicht tun. Dem kann ich nicht zustimmen. Denn gerade Zweifel zu überwinden und uns zu trauen, macht uns zu stärkeren Menschen. Jetzt sitze ich hier in meinem eigenen Büro, in meiner eigenen Firma und versuche gerade zu entscheiden, ob ich mir eine Tasse Tee oder Kaffee holen soll. Eine Entscheidung, die kein großes Risiko mit sich bringt und vor allem eine Entscheidung, die ich ganz leicht treffen kann.
Ich hatte noch nie wirklich bewusst Angst vor Entscheidungen. Manchmal vielleicht gerade deshalb nicht, weil mir die Konsequenzen in meiner jugendlichen Naivität gar nicht klar waren. Ich tat mir nur manchmal schwer damit, den letzten Schritt zu tun. Aber heute weiß ich, dass Entscheidungen zum Leben gehören. Auch wenn man manche davon rückgängig machen möchte. Schlussendlich macht uns jede einzelne von ihnen zu dem, was wir heute sind. Und es liegt an uns, ob wir Entscheidungen treffen und uns weiterentwickeln, oder ob wir aus Angst stehen bleiben und uns später fragen, wie unser Leben verlaufen wäre, wenn wir nicht so große Angst gehabt hätten.

Ich weiß nicht, wie sich mein Leben noch verändern wird, welche Entscheidungen ich noch treffen werde, aber ich weiß ganz genau, dass ich mich in Zukunft viel mehr auf mein Bauchgefühl verlassen möchte. Denn schlussendlich waren die Entscheidungen, die ich impulsiv und aus dem Bauch heraus getroffen habe genau die, die mich weitergebracht haben.
Auch wenn man nachträglich vielleicht etwas wegradieren möchte, im Leben geht das eben einfach nicht so gut wie mit den Stiften von Pilot. Aber Entscheidungen haben dazu geführt, dass ich meinen geradlinig geplanten Weg verlasse, dass ich Kurven und Biegungen gegangen bin. Jede Kurve, jede Biegung haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Und ich möchte niemand anders sein.

 

Werbung: Der Blogpost entstand in Zusammenarbeit mit Pilot.

4 comments

  1. Hi Viktoria,

    erst einmal Kompliment für den tollen Vortrag bei Salt & the City! Es war richtig hilfreich – nur eine Frage habe ich zur Berechnung, das schreibe ich dir per Mail:)

    Zu den Stiften: Ich verwende sogar fast dieselben Farben, ich habe aber neulich die Kalender von Jo & Judy entdeckt. Und die Pilot-Stifte und der Planer ergänzen sich perfekt:) Und manchmal hilft es einfach enorm, sich vor oder bei einer Entscheidung Notizen zu machen und Fragen zu stellen – das klärt meinen Kopf und ich komme schneller (und besser) zu einer Entscheidung, wenn ich mir die Notizen tags drauf nochmal anschaue und bestimmte Dinge neu überlege oder auf den Prüfstand stelle.

    Liebe Grüße
    Johanna von Dinner4Friends

    1. Liebe Johanna,

      vielen lieben Dank für dein Feedback. Es war wirklich toll mit euch als Publikum bei Salt & the City.
      Übrigens danke, dass du mich gerade eban die die Kalender von Jo & Judy erinnert hast. Ich finde sie so toll und wollte mir schon länger einmal einen kaufen. Im Moment verwende ich ja schon seit Jahren meinen Filofax, aber ich denke, es muss einmal etwas neues her. Ich gehe bleich mal stöbern.

      Liebe Grüße
      Viktoria

  2. So ein schöner Post! Mega wie klar du früher wohl schon wusstest was du willst. Bei mir war das eher so ein vor sich hin treiben und das geringste Übel auswählen. Ich hatte nie etwas berufliches das mich wirklich interessiert hat. Ich kann gut nachvollziehen das du dir schwer getan hast den letzten Schritt zu tun. Das geht mir aktuell genau gleich. Ich helfe mir mit Babysteps und reduziere erstmal meinen Hauptjob um die Hälfte.

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.mirrorarts.at – Fotografie & Reiseblog

    1. Danke dir! Ach, es muss einfach für dich passen. Ich finde Babysteps viel besser als dich zu überfordern. Da ist jeder anders. Aber selbst Mini-Mini-Babysteps sind besser als Stillstand. Du machst das schon richtig. 🙂

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