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6 Tipps für eine bessere Work-Life-Balance

6 Tipps für eine bessere Work-Life-Balance

Es ist noch gar nicht so lange her, da bedeutete 17 Uhr nur eines: Kulli weglegen, Computer ausschalten, To-Do-Liste zuklappen, raus aus dem Büro und hinein in den Feierabend. Sorglos und unbelastet öffnete man die Tür hinaus in die Welt und blieb es auch bis zum nächsten Morgen. Diese Zeiten sind vorbei. Heute checkt man bereits die (Firmen-)Mails, bevor man überhaupt richtig aus dem Bett gekrochen ist. Nicht selten tippt man die ganze Fahrt zur Arbeit auf dem Handy, während man früher gemütlich die Zeitung oder ein Buch gelesen hätte. Nach Feierabend klingelt noch das Telefon, man ist ja erreichbar und der Kollege möchte eben nur schnell etwas wissen. Abends auf der Couch werden noch Termine vereinbart und irgendwann schläft man mit dem Handy in der Hand ein.

[bctt tweet=“An manchen Tagen Yoga und Salat. An anderen Kuchen und Netflix. Das nennt man Balance.“ username=“mymirrorworld“]

 

Aus der Balance kommt man schnell

So kann man schon manchmal das Gefühl bekommen, dass der Tag aus nichts anderem als dem Job besteht. Die Aufgabenliste wird länger, die Freizeit kürzer. Nicht selten stellt man dann die persönlichen Bedürfnisse hinten an und fokussiert sich noch stärker auf die Arbeit. Man bleibt noch ein- bis zwei Stunden länger im Büro, opfert noch eine Freizeitaktivität mehr. Irgendwann wird es schon besser werden. Aber lasst uns ehrlich sein: Wird es das? Die Arbeit wird selten weniger. Und wenn der Chef oder die Kollegen einmal kapiert haben, dass du Projekt XY in vier Tagen schaffst, werden es das nächste Mal vielleicht nur mehr drei sein. Und dann zwei. Immer weniger Freizeit, weniger Sport, weniger Wochenende, Abende mit dem Laptop auf der Couch, das Handy ständig am Ohr, weniger soziale Kontakte, Burnout… Wenn es einmal soweit ist, ist das Zurück meist nur schwer und sehr zeifaufwändig möglich.

 

6 Tipps für eine bessere Work-Life-Balance

Genau deshalb ist es wichtig, so früh wie möglich seine persönliche Balance zwischen Arbeit und Freizeit zu finden. Für meine 6 Tipps für eine bessere Work-Life-Balance habe ich auf meinen eigenen Erfahrungsschatz zurückgegriffen und auch mit Freunden gesprochen, die sich in Managementpositionen befinden. Herausgekommen ist eine kleine Sammlung an Tipps, die dir Schritt für Schritt zu mehr Ausgeglichenheit verhelfen sollen.

 

Infografik Tipps fuer eine bessere Work Life Balance

 

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Komm‘ früh oder geh‘ spät

Vor allem, wenn man neu im Job ist oder auf eine Beförderung hinarbeitet, möchte man natürlich sein Allerbestes geben. Mir ging es jahrelang so, dass ich morgens die erste und abends die letzte im Büro war. Allerdings bin ich so absolut kein Morgenmensch und habe für bestimmte Dinge morgens sicher drei Mal so lange gebraucht, weil ich noch nicht richtig auf Betriebstemperatur war.

Finde daher heraus, welcher Rhythmus der beste für dich ist. Komm‘ morgens früher oder geh‘ abends später. Mach aber nicht beides! Bist du ein Morgenmensch, nütze die Zeit, in der es noch ruhig im Office ist. Bist du ein Abendmensch, bleib ein bisschen länger. Vielleicht kannst du dann gerade nach 17 Uhr superkonzentriert arbeiten. Den Rest der Zeit verwendest du für dich. Für Sport, für ein gemütliches Frühstück, für eine Maniküre vor der Arbeit, für einen Shoppingbummel nach Feierabend…

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Lerne nein zu sagen

Besonders wir Frauen neigen ja dazu, zu vielem einfach Ja zu sagen, um Chef oder Kollegen nicht zu enttäuschen. Vielleicht hast du auch das Gefühl, deinem Chef oder Vorgesetzten keinen Wunsch abschlagen zu dürfen? Natürlich ist es dein Job, deine Aufgaben zu erfüllen. Aber immer mehr und immer neue Aufgaben passen eben irgendwann einfach nicht mehr in den Zeitrahmen, für den dich dein Unternehmen angestellt hat.

Sag das deinem Chef. Erkläre sachlich was du schaffen kannst und wo es zuviel wird. Und sag vor allem strikt nein, wenn du das Gefühl hast, dass deine Gutmütigkeit wieder einmal ausgenützt wird. Denn nichts deprimiert mehr als eine Aufgabe von einer Kollegin zu übernehmen und dann mitzubekommen, dass diese schon seit 2 Stunden im Eissalon sitzt. Übe das Nein-Sagen zuerst bei kleinen Sachen. Dann wirst du sicherer und lernst besser auf dein Gefühl zu hören, was du wirklich machen möchtest oder kannst.

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Richte eine technikfreie Zone ein

Das klingt für manche jetzt wahrscheinlich wie ein kleines Horror-Szenario, aber verbanne das Handy (und das iPad und den Laptop) aus deinem Schlafzimmer. Schaff dir so eine Ruhezone, in der du dich wirklich entspannen kannst.

Dass du morgens nicht mehr sofort zum Handy greifen kannst, wird vielleicht am Anfang etwas ungewohnt sein, aber ich bin mir sicher, du wirst ruhiger und entspannter schlafen, wenn du abends nicht ewig in Facebook hängst oder noch Mails beantwortet. Lies lieber ein paar Seiten oder unterhalte dich mit deinem Partner über den Tag oder den Plan fürs Wochenende.

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Bitte nicht stören

Unser Smartphone lässt uns nicht nur immer und überall erreichbar sein, es hat auch die sehr schlaue Funktion, uns genau von dieser ständigen Erreichbarkeit zu erlösen. Den Abrufplan für Mails kann man zum Beispiel so einstellen, dass Mails nur bis zum Beispiel 17 Uhr abgerufen werden. Danach bleibt das Postfach leer.

Außerdem gibt es inzwischen auch bestimmt Apps für digitale Auszeiten (wie mySOOFA oder Offtime). Mit SelfControl kann man bestimmte Webseiten (wie zum Beispiel Facebook) für bestimmte Tageszeiten sperren. Wer keine App verwenden möchte, kann ab einer bestimmten Uhrzeit auch einfach den Flugmodus einschalten

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Zeiten festlegen

In keinem Arbeitsvertrag steht, dass man 24/7 erreichbar sein muss. Manchmal sind wir also auch ein bisschen selbst daran schuld, dass wir es sind. Kommuniziere daher transparent, zu welchen Zeiten man dich erreichen kann und wann nicht.

Wir hämmern ja auch nicht um 23 Uhr an die Tür von H&M und verlangen, dass man uns rein lässt, weil wir eine neue Bluse brauchen. Wenn auf der Tür steht, dass der Shop nur bis 19 Uhr geöffnet hat, gehen wir um 20 Uhr nicht hin. So ähnlich verhält es sich auch mit deinen eigenen „Öffnungszeiten“.

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Setze einen Fokus

Natürlich ist es toll, wenn man während der Arbeit auch mal Zeit für ein kleines Tratscherl mit der Kollegin hat. Das macht den Arbeitsalltag ja gerade angenehm und keiner kann rund um die Uhr konzentriert arbeiten. Pausen müssen daher auf jeden Fall sein.

Erinnere dich aber immer wieder zwischendurch selbst daran: Arbeit ist Arbeit und Freizeit ist Freizeit. Fokussiere dich im Büro auf deine Tätigkeiten und geh einfach anschließend mit den netten Kollegen auf einen Kaffee.

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[bctt tweet=“You can’t do a good Job if your Job is all you do.“ username=“mymirrorworld“]

 

Für eine bessere Work-Life-Balance fang heute an, den ersten Punkt für dich umzusetzen. In einer oder zwei Wochen machst du weiter mit dem nächsten. Von heute auf morgen alles umzuwerfen ist schwer und nicht selten fällst du dann wieder zurück in deine gewohnten Verhaltensmuster. Damit die Kollegen oder der Chef dir nicht vorwirft, dass du von einem Tag auf den anderen unkollegial und egoistisch geworden bist, ändere Dinge schleichend. Irgendwann werden sie dann selbstverständlich sein.

Ich hoffe, dir hat mein Blogpost mit den Tipps für eine bessere Work-Life-Balance gefallen und vielleicht hilft er dir ja ein bisschen die richtige Richtung zu deiner persönlichen Work-Life-Balance einzuschlagen. Vielleicht interessiert dich auch:

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0 comments

  1. Wie wichtig eine ausgewogene Work-Life-Balance habe ich auch erst die letzten Jahre gelernt und habe vorher für mich relativ viel falsch gemacht. Immer erreichbar, wenn man nicht sowieso im Büro war. Das macht keinen Sinn, denn irgendwann ist man ausgelaugt und nicht so produktiv. Mehr und mehr achten auch die Unternehmen darauf. Bei uns gibt es sogar Richtlinien zum Umgang mit dem Diensthandy.

    1. Du sagst es. Man tut sich damit selbst so überhaupt nichts gutes. 🙁
      Ich finde es auch super, dass es inzwischen Richtlinien zum Umgang mit dem Diensthandy gibt. Schön, wenn da auch Arbeitgeber darauf achten, das müsste viel stärker forciert werden. Ich bekomme leider immer wieder erzählt, dass es da noch ganz viel Nachholbedarf gibt.

  2. Super guter Post! Einige dieser Dinge setze ich bereits um. Zum Beispiel komme ich lieber früh und gehe pünktlich. Ausserdem weigere ich mich einen TV im Schlafzimmer zu haben.

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.mirrorarts.at/ Photography/Lifestyle/Travel

    1. Das finde ich super! Wir haben übrigens auch keinen TV im Schlafzimmer und ich weigere mich auch. Ich würde sonst bis ewig in die Nacht gucken, einnicken, aufwachen und wieder gucken. Das hat einfach keine Schlafqualität.

  3. Vor allem der Tipp „Komm früh oder geh spät“ finde ich toll! Den versuche ich mal umzusetzen, denn in der Regel fange ich früh an und bleibe bis spät Abends am Schreibtisch sitzen^^

    1. Das kenne ich nur zu gut. Mir ging (und geht) es auch jetzt noch oft so. Aber man tut sich damit selbst eben einfach nichts gutes. Und ich glaube, das ist vor allem auch eine Sache der Gewohnheit.

  4. Zu dem Punkt „komm früh oder geh“ spät gehört für mich auch dazu, früher schlafen zu gehen. Wenn man Bewegung macht – und das gehört bei einer ordentlichen Balance dazu – dann sollte man auch nicht bis in die Puppen aufbleiben. 🙂

    1. Da sagst du etwas Wahres. Das ist nämlich wirklich ganz wichtig. Ich bin allerdings leider ein totaler Abendmensch und könnte abends ewig aufbleiben. Ich arbeite aber daran. 🙂

  5. Hach, dieses Problem mit der Arbeit, die Überhand nimmt, kenne ich auch. In den Klausurphasen der Oberstufe kam es mir manchmal so vor: Morgens vor der Schule schnell noch mal den Lernzettel durchgehen, Schule bis abends, Hausaufgaben und von vorne.
    Auch meine Mutter bekommt an der Arbeit immer mehr aufgehalst, weil sie eben pflichtbewusst ist und alles macht, was man ihr aufträgt und das auch ordentlich. Schade nur, dass sie deswegen die Ponys aufgeben musste und teilweise nicht mal Zeit hatte, zu kochen.

    Daher weiß ich nun auch, wie wichtig es ist, sich IMMER ein wenig Zeit zum ausspannen zu gönnen. Daher lese ich auch jeden Abend meine geliebten Blogposts beim Abendessen. Ich brauche das einfach… genau wie den freien Sonntag zum Bloggen und die Stunde vor der Hochschule zum Joggen.

    Deine Tipps gefallen mir sehr gut. Ich bin jemand, der morgens bestens arbeiten kann. Daher bin ich froh, dass mein Unternehmen auf die Frühschicht ausgelegt ist. Und auch am Wochenende wird morgens gelernt, falls lernen notwendig ist. Nein sage ich ab und zu, wenn es möglich ist. Aber gerade in der Schule gab es für mich kein Nein, denn Hausaufgaben nicht zu machen, hatte ich als Option nie auf dem Schirm. Da komme ich ein wenig nach meiner Mama: Wenn der „Vorgesetzte“ sagt, ich soll das machen, dann mache ich das auch.
    Gegenseitig sagen wir beide uns aber auch immer wieder, dass wir auch mal „Nein“ sagen müssen… Ich: „Kannst du denen nicht sagen, dass du das nicht schaffst? Warum muss du denn immer alle retten?“, Sie: „Lass die Deutschhausaufgaben einfach sein. Du brauchst doch nicht mal ein Spitzenabi!“

    Eine freie Zone habe ich nicht, da ich nur ein Zimmer habe. Aber dafür gibt es Zeiten: Abends wird nur privat im Internet gesurft und nicht mal gebloggt (dafür ist das Wochenende da), an der Arbeit das Handy nicht angefasst.

    Viele Grüße

    1. Ja, das Pflichtbewusstsein… Ich beneide ja irgendwie Menschen, die einfach nein sagen können und sich danach nicht schlecht fühlen…
      Gut finde ich aber auch, dass du durch deine Mutter gelernt hast, wie wichtig Zeit für dich ist. Obwohl dein Tagesablauf ja auch ziemlich ausgefüllt klingt, aber die kleinen Pausen und Rituale zwischendurch sind einfach so wichtig. Das lerne ich immer stärker, ich war nämlich früher durchaus mal der Meinung, dass ich das nicht brauche. Ein Trugschluss.

  6. Sehr schöner Post! Und so hübsch gestaltet! Beim Thema „Nein sagen“ muss ich mich dringend auch mal bessern. Weniger beim Arbeiten, mehr so bei Freizeitdingen. Ständig sind meine Wochenenden verplant und ich brauhc echt mal mehr Me-Time, aber daran arbeite ich fleißig und für den Oktober sieht das tatsächlich ganz gut aus 🙂

    1. Dankeschön! 🙂 Irgendwie tut es auch gut zu hören, dass es uns allen gleich geht. Das Nein-Sagen ist auch mein wunder Punkt. Ich sage auch viel zu oft irgendwas in der Familie oder im Freundeskreis zu, obwohl ich die Zeit für mich brauchen würde. Aber ich denke, du bist auf einem super Weg, denn man muss das ja auch erstmal für sich selbst erkennen, bevor man etwas ändern kann.

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