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Travel • Roadtrip USA Ostküste, Florida: Orlando

Travel • Roadtrip USA Ostküste, Florida: Orlando

Orlando

Vorigen Sommer – oh Mann, wie die Zeit vergeht – habe ich euch via Instagram auf meine Reise in die USA mitgenommen. Unter dem Hashtag #mymirrorworldGoesUSA konntet ihr damals unseren Roadtrip durch Florida verfolgen. Wir sind in Orlando gestartet, nach Tampa gefahren, danach weiter nach Miami und zum Schluss über den Overseas Highway nach Key West. Es war eine wunderschöne Reise mit unglaubliche vielen Eindrücken, die ich auch jetzt noch im Kopf habe, wenn ich mir die Fotos ansehe. Einige davon möchte ich heute mit euch teilen und starte meinen Bericht mit der ersten Station: Orlando.

 

Flug und Anreise

Am 9. Mai kletterte ich um ca. 10 Uhr am Vormittag die schmale Treppe in den Bauch des Flugzeuges, das mich von Graz aus zuerst nach Frankfurt und dann direkt weiter nach Orlando bringen sollte. Ich atmete nochmal tief durch, mein Handgepäck war eigentlich ein wenig zu schwer gewesen, neben Laptop, Kamera, Kindle und zwei Büchern hatte ich mir auch noch Kopfhörer, ein Nackenkissen, einen dicken Schal und kuschelige Socken in die Tasche gestopft. Der Beamte am Flughafen hatte zwar leicht verächtlich eine Augenbraue gehoben – etwas, das ich übrigens auch gerne können würde – und sich wohl seinen Teil gedacht, nachdem ich das ganze Zeug aus meiner Tasche und wieder zurück befördert hatte, mich aber anstandslos durchgewunken. Und schlussendlich machte sich das Schleppen all der Dinge auch gezahlt, denn ich flog alleine und musste mich somit all die Stunden über mit mir selbst beschäftigen. Ich beneide übrigens all jene, die sich ins Flugzeug setzen, die Augen schließen und den Flug einfach verschlafen können – mir ist das leider nicht gegönnt.

Um ungefähr 18 Uhr Ortszeit holte mich mein Freund am Flughafen in Orlando ab und brachte mich im Mietwagen zum Hotel. Mein erster Eindruck von Orlando lässt sich leicht zusammenfassen: Breite Straßen, Palmen und schwüle Hitze.

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Straße durch Orlando in der Nähe unseres Hotels

 

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Das Lieblingsgefährt der Amerikaner ist der Pickup. Je größer desto besser lautet hier wohl die Devise.

 

Orlando Downdown, Garland Avenue
Orlando Downtown, Garland Avenue

 

 

Downtown und die Neighborhoods

Wir verbrachten zwei Tage in Orlando, für mich hat das vollkommen gereicht. Ich bin kein Freund von Shows, in denen Tiere dazu abgerichtet werden durch Reifen zu springen und ich mag auch die Freizeitparks nicht, daher haben wir uns erst einmal auf Orlando Downtown konzentriert, das man in wenigen Stunden erkunden kann. Man muss dafür nicht einmal aus dem Auto steigen, das macht dort offensichtlich niemand. Verlässt man Downtown, kommt man in Wohngebiete und taucht in grüne Oasen ein. Gepflasterte Straßen werden von monumentalen Häusern im Kolonialstil gesäumt, halb versteckt hinter alten Bäumen, deren Äste fast bis zum Boden reichen. Auch wenn man sich ein wenig fühlt, als hätte man sich direkt in ein amerikanisches Klischee gebeamt, das war das Orlando, das mir gefallen hat. Abseits vom Trubel und der Künstlichkeit. Eine wunderschöne Neighborhood ist meiner Meinung nach Dr. Phillips, aber wohl auch entsprechend teuer.

Eine typische grüne Wohnstraße außerhalb von Downdown
Eine typische grüne Wohnstraße außerhalb von Downtown

 

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Unser Mietwagen. Wenn man in den USA einen Mittelklassewagen bucht, bekommt man einen GLK. Und wir waren damit eines der „kleinen“ Autos auf den Straßen.

 

Backsteinhaus versteckt hinter Bäumen
Backsteinhaus versteckt hinter Bäumen

 

Wohngegend am Ufer eines Sees.
Wohngegend am Ufer eines Sees.

 

Unser Hotel in Orlando

Gewohnt haben wir im Shingle Creek Golf Hotel, das recht gut gelegen ist, wenn man Orlando erkunden möchte. Das Hotel befindet in einem riesigen grünen Areal und ist vor allem auch bei Geschäftsreisenden beliebt. Bevor man das Hotel erreicht, muss man erst einmal ein Stückchen fahren und diverse Tore passieren. Aber ins Auto steigen muss man sowieso. „Nobody walks in LA“ trifft genauso auf Orlando zu. Vor allem in der Nähe der breiten Straßen oder in der City kann es durch die immensen Asphaltflächen in der Mittagszeit sehr sehr heiß sein. Draußen waren wir eigentlich meist morgens und abends, mittags flüchteten wir uns bereitwillig in die Kühle des Autos oder eines Restaurants. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit hat man das Gefühl, man würde die ganze Zeit schwitzen, weil sich die Feuchtigkeit in ganz ganz feinen Tröpfchen auf die Haut legt.

Generell ist zu sagen, dass Florida sehr grün ist. Durch das feuchte Klima, gedeihen Palmen, Bäume und vielerlei Sträucher sehr gut und so findet sich auch der eine oder andere Baum mitten in Downtown und vor allem in den Wohngegenden trifft man überall auf die Natur. Für mich ist Orlando eine typische Vergnügungsstadt. Außerhalb der Bereiche, in denen sich die Parks befinden ist es meist sehr ruhig, man trifft nur sehr sporadisch auf Touristen, die sich die Gegend ansehen.

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Shingle Creek Golf Hotel

 

Typisch für Orlando: Große Hotels mit mehreren Pools. Unseres hatte auch noch einen Golfplatz angeschlossen.
Typisch für Orlando: Große Hotels mit mehreren Pools. Unseres hatte auch noch einen Golfplatz angeschlossen (man sieht einen Teil davon am Foto links oben). Beim Betreten warnte ein Schild vor Alligatoren.

 

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Jetlag geschädigt um 6 Uhr früh am Pool. Perfekte Ruhe und Sonnenaufgangsstimmung. Außerdem noch angenehm frisch und noch nicht schwül.

 

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Morgens im Pool zu schwimmen ist herrlich. So bringt man auch den Sport unter.

 

 

Shopping in Orlando

Wer in Orlando shoppen möchte, der kann beispielsweise einen Ausflug ins Premium Outlet in der Vineland Avenue machen. Dort findet man vor allem amerikanische Marken wie Michael Kors, Levi’s, American Eagle, Banana Republic, Coach, Converse, Forever 21, Gap, Guess, Kate Spade, Saks Fifth Avenue, Steve Madden, Talbots oder Tommy Hilfiger um einiges günstiger. Wir waren kurz morgens da und es war wirklich fast nichts los. Zwar gingen wir bei weitem nicht in alle Shops, aber ein paar Schnäppchen kann man schon machen, wenn man Lust hat und die Augen danach offen hält – eine Levi’s Curve ID für 15 Dollar zum Beispiel.

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Premium Outlet Orlando

 

Das nächste Mal nehme ich euch mit nach Tampa, Clearwater Beach und Treasure Island auf einen Ausflug, der ganz unter dem Motto „Beach Life“ stand.

Mehr Amerika-Berichte und Bilder von meinen Reisen in die USA:
San Francisco Part 1
San Francisco Part 2
Pacific Coast Highway
Los Angeles

 

7 comments

  1. wow sehr beeindruckende und schöne bilder, da bekomme ich richtig lust auf urlaub am meer 🙂 lg

  2. Ah jetzt freu ich mich noch mehr. Ich fliege im Novenber nach Orlando, (dann Cape Coral und Miami). Morgens um 6 will ich auf alle Fälle auch in den Pool springen. Das stell ich mir so herrlich vor. Wir sind zu 6 und später noch zu 4 am Weg also haben wir ein Haus gebucht 😀 Eine richtige Villa. Ich freu mich schon wahnsinnig. Freu mich also auf weitere Eindrücke zu Florida.
    Also alle Tipps sind willkommen 😉

  3. Ach, so schön, ich freue mich schon auf die Berichte, die noch folgen werden!

  4. ach schön! die Ostküste durfte ich auch schon bereisen. heuer kommt die Westküste dran. Frau mich schon darauf 🙂

  5. Ohhh… ich freue mich auf die weiteren Postings! Florida fand ich damals (puh… auch schon wieder 5 Jahre her) wunderbar! Waren in Miami, Everglades, Key West, Cape Coral, Orlando, Cape Caneveral und ich fand es wunderbar!

  6. Wow tolle Bilder!
    Da freue ich mich umso mehr auf meinen Trip von NY nach Miami im Mai und werde berichten.
    Den Westen hatte ich schon gemacht.

    1. Da kannst du dich wirklich freuen. Wir haben das so ähnlich vor Weihnachten gemacht. Von Miami aus nach Key West und dann nach New York. War wirklich wunderschön!

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