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[Gesellschaft] Anonym sagt: Mann, siehst du fett in dem Teil aus. Schrecklich!

[Gesellschaft] Anonym sagt: Mann, siehst du fett in dem Teil aus. Schrecklich!

Oh, die Vicky von My Mirror World hat einen neuen Outfit-Post online gestellt. Was? Das ist ja genau die Jacke, die ich mir damals auch bei Zara kaufen wollte. Leider kam die bei uns nie rein, das finde ich jetzt unfair. Aber an ihr sieht die Jacke sowieso 100 mal doofer aus. Außerdem ist sie dicker als ich. Ha, ich sag ihr das jetzt einfach mal: „Mann, siehst du fett in dieser Jacke aus. Schrecklich!“
 
Ah und schau da, sie hat etwas über ihr Sportprogramm geschrieben. Drei mal in der Woche Sport. So viel Zeit hätte ich auch mal gerne. Wahrscheinlich arbeitet die halt nicht und lebt vom Geld ihrer Eltern. Die braucht das gar nicht so raushängen lassen, dass sie so viel Sport macht, sieht man ihr nämlich gar nicht an: „Dein Sportprogramm scheint aber nicht sehr effektiv zu sein. Außerdem bringt es gar nichts, wenn du so komplett falsch trainierst.“
 
Und was ist das da? Scheinbar hat sie schon wieder einen neuen Lippenstift zugeschickt bekommen. Von Clarins. Die sind doch sicher mega teuer. Wieso kriegt die so viel Zeug nachgeschmissen? Ach, auch egal. Ich kaufe mir sowieso lieber günstigere Lippenstifte. Die sind genauso gut. Das sag ihr ihr gleich mal: „Ich verstehe nicht, weshalb es immer so teures Zeug sein muss. Bist du dir für günstige Sachen zu schlecht oder was? Außerdem passt dieses Pink sowas von nicht zu einem Hautton. Und du bist ganz schön weiß im Gesicht. Das steht dir überhaupt nicht. Sieht hässlich aus.“

Ich weiß nicht, was es bedeuten soll, wenn sie ihre Lieblingstaschen zeigt. Möchte sie damit prahlen, dass sie Designertaschen trägt? Wahrscheinlich ist das ohnehin eine Fake-Tasche. Heutzutage können alle Produkte gut gefälscht werden, wer kauft sich da noch eine Designertasche? Und wenn es sich tatsächlich um ein Original handelt, war es sicher ein Geschenk ihrer Eltern. Aber Liebe kann man nicht kaufen. „Die Tasche sieht scheiße aus. Die passt nicht zu dir. Das entspricht nicht deinem Style. Und wenn man Fakes trägt, dann schau, dass du was Gutes für das geschenkte Geld bekommst.“
 
 
Wer ohne Schuld ist, werfe das erste PR-Sample
Als Blogger muss man sich so bald wie möglich ein dickes Fell zulegen. Oder man liest einfach keine Kommentare mehr – Augen zu und durch, Kopf in den Sand gesteckt. Was ich nicht sehe, berührt mich nicht. Ich gestehe, auch ich schüttle beim Konsumverhalten mancher Bloggerin den Kopf, wundere mich über manche Firmenphilosphie, was die Zusammenarbeit mit dem einen oder anderen Blog betrifft und frage mich, ob man dieses und jenes Produkt jetzt nun wirklich noch braucht.
 
Ach, du bist doch nur neidisch!
Der Standardsatz, den man in solchen Fällen immer als erstes an den Kopf geworfen bekommt und auch gerne selbst in Richtung sämtlicher wenig schmeichelhafter Kommentare schmettern möchte. Ich weigere mich jedoch zu glauben, dass es so einfach ist. Klar werde ich schier vom Neid gefressen, wenn ich den Inhalt diverser Schmink-, Schuh- oder Taschenschränke sehe. Aber fallen mir dann böse, beleidigende Kommentare ein? Eigentlich nicht. Die Sache muss also tiefer gehen. Viel tiefer in die dunkelsten Winkel unserer Seele. Dort wo wir die Persönlichkeit verstecken, die wir selbst eigentlich nie sein wollten. Und doch lassen wir sie manchmal hervor. Beim Anblick einer teuren Designertasche, dem zwanzigstem Lippenstift oder einer zu selbstverliebten Aussage springt dieses kleine Teufelchen hervor und befielt unseren Fingern lächerliche Dinge in die Tasten zu hacken, damit wir uns ein paar Augenblicke lang besser fühlen und mit einem seeligen „Der-hab-ich-es-aber-gegeben-Grinsen“ ins Bett gehen können.
 
 
Eigentlich kann mir das ganze Theater doch egal sein…
Könnte es. Aber offensichtlich hat das mit dem dicken Fell, dem Kopf in den Sand stecken oder dem Böse-Kommentare-Abweisenden-Burberry-Trench nicht wirklich funktioniert. Ich blicke nach wie vor schuldbewusst auf meine Prada-Tasche, die mir gegenüber auf dem Sessel sitzt und mich vorwurfsvoll anfunkelt. Oder betrachte minutenlang ein Foto von mir und analysiere, ob man die kleinen Speckröllchen an der Hüfte vielleicht doch ausgeprägter sieht, als ich gedacht habe. Klar, ich weiß, dass ich meilenweit von einer Modellfigur entfernt bin, aber ich dachte immer, ich wäre das auch von einem Krantransport aus dem Dachfenster, weil ich nicht mehr durch die Tür passe. Manchmal bin ich mir nicht sicher…
 
Blogger sind doch nur Selbstdarsteller

Wie könnte man das nicht sein, wenn man einen Teil seines Lebens detailgetreu vor der Öffentlichkeit ausbreitet? Sind es nicht gerade die privaten Dinge, die einen Blog interessant machen? Die kleinen Macken, die einem zeigen, dass die Bloggerin kein ätherisches Wesen ist, sondern durchaus auch mit irdischen Problemen kämpft. Und genau diese Macken sind es, auf denen nicht selten rumgeritten wird. Es macht Spaß, Fehler bei anderen zu finden, diese aufzudecken und bloßzustellen. Vielleicht muss man so nicht über sein eigenes Leben nachdenken, in dem man sich gerade eben vom Chef hat anschnauzen lassen müssen, in dem man wieder mal ein Date absagen muss, nur weil man länger im Büro zu bleiben hat, in dem man sich die tolle Designertasche um 1.300 Euro wünscht, die aber eben verständlicherweise neben dem Studium einfach nicht drin ist.
 
Vielleicht brauchen wir alle – mich eingeschlossen – einfach nur ein Ventil für unseren Ärger. Vielleicht eigenen sich Blogs dafür einfach zu gut, um sich mal Luft machen zu können. Vielleicht lästert es sich über die Bloggerin aus einer anderen Stadt leichter als über die eigene Kollegin, der man eigentlich endlich mal die Meinung sagen sollte. Vielleicht brauchen wir gerade diese Anonymität um sagen zu können, was wir wirklich denken. Vielleicht gewinne ich morgen im Lotto und vielleicht wache ich übermorgen im Körper von Miranda Kerr auf. Wer weiß das schon. Was ich jedoch weiß ist, dass ich euch, meine lieben Leser, sehr schätze. Ich schätze jeden Kommentar von euch und es ist mir sehr wichtig, auch anonymen Lesern einen Platz zu geben. Aber ihr sollt wissen, dass ich mir eben auch jeden beleidigenden Kommentar zu Herzen nehme, vielleicht weil er mich gerade dort trifft, wo ich am verletzlichsten bin. 

 

47 comments

  1. Super guter Artikel!!! 🙂

  2. Ich schaue mir deine Outfit Posts sehr gerne an und finde dich darin immer super elegant und hübsch.
    Bei dem Post wo du deine Nude Taschen gezeigt hast, habe ich mich super gefreut und bin auf die Miu Miu Tasche aufmerksam geworden. Sie sieht so toll aus und passt wunderbar zu dir! Ich möchte auch irgendwann einmal eine solche Tasche besitzen, deshalb freue ich mich so sehr, wenn ich schöne Fotos betrachten kann. Bei My Mirror World gibt es sowieso immer tolle Fotos!
    Bitte versuch dir solche äusserst dummen Haterkommentare nicht zu Herzen zu nehmen, sowas hast du keineswegs verdient!

  3. Ein toller Post.
    Ich bin seither zum Glück von bösen Kommentaren verschont geblieben, ich hab aber auch nicht ansatzweise so viele Leser.
    Neid ist immer so eine Sache, für mich gibt es da 2 Arten von neid. Den „Oh ich hätte auch gerne und freu mich für dich“ oder der missgünstige Neid.
    Ersteren finde ich nicht schlimm, man wird für etwas „bewundert“ bekommt es aber auch gegönnt.
    Es ist nicht immer nur Neid, manche Menschen sind irgendwie von Grund auf gehässig und denken dass man nichts selbst erreicht hat und dafür gearbeitet hat.

    LG
    K-ro

  4. So ein toller Artikel, liebe Vicky. Du sprichst mir aus der Seele. Zwar bin ich selbst bisher nicht mit solchen Kommentaren konfrontiert worden, aber ich lese es immer wieder auf den verschiedesten Blogs und ärgere mich immer sehr über die ein oder andere Beleidigung, die sich zwischen all die freundlichen und netten Kommentare mischen. Ich würde mir wünschen wir hätten alle ein so dickes Fell, dass es uns nicht weiter stört, aber es trifft einen doch sehr und ich merke selbst, wie ich sehr viel genauer Bilder raussuche und Texte schreibe, um so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten. Das ist aber eigentlich auch nicht der Sinn der Sache hinter einem Blog.
    Ich freue mich, dass du das Thema in diesem Artikel angesprochen hast und hoffe es regt Einige zum Nachdenken an.

    Vielen Dank dafür!

    Liebe Grüße,
    Lia <3

  5. Du hast das wirklich sehr gut beschrieben und versucht dem ganzen auf den Grund zu gehen. Ich habe da leider nicht so viel Verständnis wie du. Ich finde es überaus feig Anonym zu kommentieren wenn man was zu sagen hat, bzw. Kritik äußern möchte. Jeder hat das Recht es zu tun aber dann sollte er soviel Courage haben und es nicht anonym machen. Und das was diese Personen geschrieben haben sagt sehr viel über sie aus. Mir tut sie wirklich sehr sehr leid und ich wünsche ihnen das sie eines Tages ihr Leben leben können und sich gut fühlen ohne dafür andere schlecht machen zu müssen.

  6. Ich finde es schön, dass du weiter denkst als bis zum „Die sind doch bloß neidisch!“ – denn aj – auf eine Weise sind das sicher viele Hater, aber ich finde diese Ventil-Theorie einfach viel treffender. Es ist so denkbar einfach sich hinter einem Nick oder einem Anonym zu verstecken und dann blöde Kommentare abzugeben.
    Kritisieren ja, aber jemanden ständig wegen der Dinge die er/sie hat zu belatschern finde ich unpassend. Wenn man sich wirklich sehr ehrlich und nicht böse fragt, wie man sich das leisten kann, dem sei es freigestellt zu fragen. Aber der Ton macht, wie immer, die Musik und die obigen Kommentare zeigen eindeutig keine Nettigkeit sondern einfach Beleidigungen.

    Ich finde es auch schön, dass du es nicht versteckst, dass es dich trifft. Denn so gernmanüber solche Kommentare lachen und sie vergessen würde. Ganz so einfach ist es nicht. Ichbekomme wirklich extrem selten mal doofe kommis, aber wenn ich welche bekomme trifft es mich definitiv. Man versucht es zu verdrängen, aber das funktioniert nunmal nur bedingt…

    Liebe Grüße
    JuJu

  7. Aha. Und was soll das jetzt?

    1. love you anonym ♥

    2. 😉 da fühlt sich wohl wer angesprochen. toller post

  8. Sehr gut geschrieben! Ich finde es schade, dass es immer wieder zu so viel Negativität kommen muss. Aber die Anonymität im Internet ist eben einfach sehr bequem. Ich denke, man sollte durchaus konstruktive Kritik üben können, aber eben nicht nur gemeine Kommentare verfassen. Die helfen nicht, sondern verletzen, wie du schon geschrieben hast. Meine Devise lautet immer: Hast du nichts nettes zu sagen, sage lieber gar nichts.

    LG
    Chrissy

  9. mit diesem artikel hast du vielen bloggern aus der Seele gesprochen. Das doofe ist, man kann anonyme kommentare eben nicht abschalten, da doch auch liebe anonymiker dahinter verstecken und süße kommentare hinterlassen. Da hilft nur eins den kommentar sofort löschen und das ganze vergessen!Ich habe auch mal einen bösen Kommentar entdecken müssen und ja man fühlt sich danach scheiße aber hey, wie du schon schreibst, diese person ist einfach nur neidisch oder mit sich selbst total unzufrieden!

    Lieben Gruß

  10. sehr schöner Post und gleichzeitig sehr wahr. Ich habe vor zwei Jahren meinen ersten Blog geschlossen auf Grund zahlreicher Kommentare die mir zu bunt wurden und den Spass genommen haben. Beim aktuell Blog habe ich ein dickeres Fell 😉

    Ich denke der Weg den Du gewählt hast um mit den Kommentaren umzugehen, ist genau richtig.

    LG

    http://www.daslottaleben.com

  11. Toller Artikel. Habe ich wirklich gerne gelesen. Nimm dir solche Kommentare nicht zu Herzen! Du hast eine umwerfende Figur!

  12. Sehr schön geschrieben! Und wie du schon gesagt hast, es ist doch gerade das persönliche, private, das einen Blog so interessant macht und vor allem auch die Unperfektion und eben kein Püppchen mit Modellmaßen, an das man eh nicht rankommt. Ich lese deinen Blog zwar erst seid Kurzem, finde ihn allerdings wunderbar! Weiter so <3

    P.S. wenn man etwas auszusetzen hat, sollte man wenigstens dazu stehen und sich nicht nur hinter einem anonymen Kommentar verstecken!

  13. toll geschrieben – so geht es mir auch ab und zu. viele Kommentare lösche ich dann einfach und will gar nicht mehr darüber nachdenken… denn wenn man ihn veröffentlich und sich darüber äußert bzw. eine Antwort darauf gibt.. dann wird man sowieso erst recht „saublöd“ angelabert *gnarf*

    ich hoffe, dass sich einige hater und neider ein kleines bisschen selbst an die nase nehmen und mal darüber nachdenken, wie sehr sie mit diesen gemeinheiten und sticheleien jemandem weh tun können.

    ps: ich arbeite auch vollzeit und schaffe es neben beziehung und freundschaften 3 mal die woche sport zu machen.. ohne dass ich jetzt ne miranda-kerr-figur hab ^^

    liebste grüße
    Pia

  14. Neid steht niemandem gut zu Gesicht, aber alle Menschen sind neidisch, früher oder später, auf verschiedenste Dinge, Erlebnisse etc. Das ist menschlich, das ist unsere Natur. Wer nie neidisch ist lügt. Wie man mit Neid umgeht ist eine individuelle Sache, Neid ist nicht immer schlecht. Er weckt den Ehrgeiz, spornt uns besser zu werden (in dem was wir tun), weckt den Wunsch selbst auch schöne Dinge zu besitzen oder tolle Reisen zu erleben. Manchmal aber zerfrisst der Neid auch. Jegliche Selbstverantwortung für das eigene Glück wird abgekapselt und verdrängt und plötzlich ist jemand anderes, jemand der etwas hat was wir wollen, aber zu faul/pleite/geizig um es uns zu erarbeiten oder zu kaufen, ist der SChuldige. Das Ziel all der unterbewusst angestauten Aggressionen über die eigene Unfähigkeit. Tja, da hat die mit der neuen schönen Tasche, die mit genug Freizeit oder dem Willen sich die Zeit zu nehmen, halt Pech gehabt. Und das Internet ist einfach das Schlaraffenland für diese Art von Neidern. Anonym, entpersonalisiert, schnell. Hinter dem Bildschirm ist man sicher und Schrift tut ja niemandem weh… und selbst wenn, das hat die olle Kuh die mir vorlebt was ICH alles nicht haben kann auch verdient! Ist ja nur ein Kommentar, wer sich so in die Öffentlichkeit stellt muss das abkönnen…Denkt sich der Neider und haut raus was er sonst niemandem, nicht mal einem Fremden in der U-Bahn ins Gesicht sagen würde. Denn dann sähe er die Reaktion, die Mimik, den Schmerz des Gegenübers und schon macht die Übersprungshandlung keinen Spaß mehr, die erhoffte Karthasis verpufft und der Neider säße wieder alleine in der Soße, nun nicht nur neidisch sondern auch beschämt über sein Verhalten.

    Ich bin neidisch. Oft. Ich habe zu wenig Geld, ich habe zu wenig Zeit, ich habe zu wenig Drive. Ich könnte mein Studium knicken, ich könnte Geld verdienen, ich könnte meine Zeit besser planen und mir alles kaufen, erlauben, ermöglichen was ich anderen neide. Aber ich tue es nicht, denn ich bin glücklich mit meinem Studium, meinem Chaos, meinem total verbauten Zeitmanagement.
    Wenn ich mir keine neue Handtasche leisten kann, dann liegt es daran, dass ich lieber zwei Mal ins Kino gehe und dabei viel zu teure Nachos mit Käsesauce mampfe. Ich treffe Entscheidungen und schneide mir mit manchen ins eigene Fleisch. Und dann gucke ich teure Kosmetik auf Blogs an und denkt: das hätte ich auch gern. Aber jemanden dafür anfauchen? Jemanden beleidigen? Jemanden angreifen? Im stillen denke ich mir vielleicht: Das ist doch ungerecht. Und dann gucke ich quer durchs Wohnzimmer, sehe unnötigen und in der Summe teuren Firlefanz herumstehen und weiß warum ich keine Pradatasche habe ^^

    Ähhhh ja. Rant over 😀

  15. Di Ana | Passion for Beautyful says:

    gut geschrieben. und dazu kann ich eigentlich nur sagen „blogger sind eben auch nicht gleich blogger“. viele wollen es sein, machen einen blog auf und das war es dann auch schon. die meisten denken nicht über den sinn nach. und die meisten machen dadurch andere blogs kaputt. was ich sehr schade finde. an mir sind solche hirnlosen kommis bisher abgeprallt. aber man weiß eben nie, wie weit man es aushält. NICHT UNTER KRIEGEN LASSEN 😉 lg Di Ana

  16. Wirklich gut geschrieben, ein toller Blogpost! Ich muss aber ganz ehrlich sagen: Warum hast du so viel Verständnis? Für mich zeigen derartige Hater Kommentare eigentlich nur: Die betreffende Person hat ein Persönlichkeitsdefizit und meint offenbar, dass es ja im Internet nicht so schlimm sei, sich mal gehen zu lassen. In Wahrheit zeigt es jedoch nur, dass man hart man an sich arbeiten muss, um keine Verbitterung zu zeigen und sich anständig zu verhalten, selbst wenn einen niemand dafür zur Verantwortung ziehen kann, weil man ja anonym ist. Ich bin von Natur aus ein Mensch, der sich schnell über andere aufregt. Aber ich habe gelernt, mich zusammenreissen. Lebt sich deutlich leichter, wenn man nicht überall verbrannte Erde hinterlässt.

    1. Ehrlich gesagt, hält sich mein Verständnis in Grenzen. Ich wollte mich aber bewusst nicht auf die selbe Stufe mit solchen Menschen stellen und darüber lästern. Ganz einfach weil ich denke, dass es dadurch auch nicht besser wird. Wenn ich den einen oder anderen dazu angeregt habe, ein bisschen nachzudenken, dann habe ich mein Ziel erreicht. Missionieren kann man gewisse Leute ohnehin nicht… :-/

  17. Ann-Kathrin says:

    Oh ja, ich bin auch unheimlich neidisch auf deine Prada-Tasche. Vor allem, weil sie nude ist! Genau so eine mag ich auch.

    Ich beleidige dich trotzdem nicht.
    Du machst das hier toll!

  18. Ich stimme dir voll und ganz zu mit deinen Aussagen. Und auch wenn es manchmal verlockend ist, schnell einen dummen Spruch loszulassen oder man sich teilweise auch schnell von diesem ganzen Zickengetue mitreißen lässt, finde ich es immer noch besser, sich auf die Zunge zu beißen und nix zu sagen. Ich mag den Spruch „Wer nichts Nettes zu sagen hat, sagt lieber gar nichts“ sehr gerne und versuche mich auch so gut es geht daran zu halten. Danke für diesen tollen Artikel!

  19. und wenn man an der persönlichkeit nichts zum meckern findet, dann fängt man eben bei blogsachen an: deine bilder sind im falschen format, solltest du vielleicht mal überdenken. ich hoff du weißt, dass du mit diesen fotos probleme bekommen kannst. dein post ist aber schon sehr von XY inspriert.

    ich würde mir wünschen, dass diese oberschlauen kommentare, die wirklich IMMER anonym kommen und anscheinend ALLES wissen, mal zuende reden. vielleicht kennt ihr euch in paar sachen wirklich besser aus als ich, aber machts doch auf ne andre art. oder wisst ihrs eh nicht besser, sondern wollt nur klugscheissn?

    oh mann, danke für den post vicky

  20. Wow ein wirklich wirklich toller Beitrag Vicky. Ich hatte auch eine Zeit wo andauernd irgendwelche bösen Kommentare gekommen sind, aber versuche drüber zu stehen und mich nicht darüber zu ärgern. Wenn ich dem Kommentar keine Beachtung schenkt hat der Anonymous auf der anderen Seite auch nicht das erreicht was er wollte, nämlich das man sich solche Meldungen zu Herzen nimmt.
    Aber ja als Blogger muss man mit solchen Hatern leben, gott sei dank gibt es auch ganz viele lieber Leser 🙂

    Nina

  21. Schön geschrieben! Allerdings habe ich damit aufgehört einige Menschen verstehen zu wollen… und selbst wenn, ist es natürlich sehr schwierig, andere zu ändern 😉

  22. Sehr guter Post! 🙂 Ich denk mir auch manchmal, dass es sicher cool wäre, mal was zugeschickt zu bekommen, aber dafür bin ich einfach noch nicht ‚bekannt‘ oder eben ‚gut‘ genug, mir würde aber nie einfallen so etwas zu schreiben, weil ich finde, dass was du dir hier erarbeitet hast etwas sehr tolles ist wo viel Arbeit und Zeit dazugehört! Leider muss es ja immer Leute geben, die das anscheinend nicht verstehen oder so….

    Conny

  23. super post! in der blogosphäre ist vieles einfach so willkürlich, das kann ganz schön nerven.

  24. Ein sehr gut geschriebener Artikel. Chapeau!

  25. Ein sehr gut geschriebener Artikel. Chapeau!

  26. Bisher bin ich zum Glück von solchen Kommentaren verschont geblieben, was mich auch irgendwie froh macht, denn dieses Anonyme ist das schlimme. Da kann ja sonstwer dahinter stecken, vielleicht auch eine alte Schulkameradin, die schon immer komisch war etc…. da ist es weitaus erträglicher, wenn mir ein Bekannter offen seine Kritik ins Gesicht sagt (und das auch meistens nicht so krass formuliert)

    Gut, was wem wirklich steht, ist immer subjektiv. Aber deswegen Menschen beleidigen, weil man denkt, ihm steht das nicht, was er als schön empfindet? Da hört mein Verständnis auf. Jeder Mensch hat das Recht, sich selbst als schön zu betrachten und das auch kundzutun, zu Beispiel über einen Blog. Das ist keine Selbstdarstellung, das ist oftmals auch eine Art öffentliche „Therapie“, wo man sich selbst distanzierter betrachten kann, und wenn der Blog erfolgreich ist sogar mit Stolz.

    Es hört sich einfach an zu sagen, du sollst dich davon nicht ärgern lassen, denn ich bin da genau so empfindlich wie du, dennoch möchte ich dir sagen: es gibt wichtigeres, als Menschen, die einem das eigene Leben mit seinen Facetten nicht gönnen. Mach weiter so!

  27. Liebe Vicky,
    diesen Artikel sollten alle Leser jedes Blogs lesen. Ich glaube nämlich, sie sehen Blogger oft nicht als echte Menschen mit echten Gefühlen, sondern als irgendjemanden da draußen im WWW – und da kann man dann auch Dinge sagen, die man sonst never ever jemandem ins Gesicht sagen würde. Was das mit dem Selbstbewusstsein des Bloggers macht ist eh egal.
    Natürlich ist Meinungsfreiheit wichtig, aber ich finde, man kann Kritik – wenn man denn der Meinung ist, man MUSS sie anbringen – auch netter verpacken und vor allem konstruktiv formulieren. Schließlich bringt es doch keinem was, wenn man nur beleidigend ist.
    Vielen Dank für den Gedankenanstoß!
    Liebe Grüße

  28. „Wer ohne Schuld ist, werfe das erste PR-Sample“ … wunderschön. – Und irgendwie auch alles traurig. Wenn ich sehe, warum ich angefangen hatte zu bloggen… damals war mir noch gar nicht bewusst, dass es auch negative Reaktionen gibt. Natürlich muss nicht jeder meiner Meinung sein… ich kann auch schätzen, wenn jd. eine andere Sicht oder andere Erfahrungen hat – freue mich sogar, sie zu hören, weil es mich selbst bereichert und meine Erfahrungen relativieren kann – aber… ich verstehe Respektlosigkeit nicht. Bisher hatte ich damit Gott sei Dank wenig zu tun – denn ich vertrage das nicht gut und kann das nicht gut trennen. Einfach, weil ein Teil von mir sich immer Mühe gibt und immer versucht, etwas Gutes zu machen (auch wenn es nicht immer bahnbrechend ist)… und ich hilfreiche Kritik gut finde (Bsp: Ich finde es schöner, wenn Deine Bilder heller wären – oder – Ich mag die gesponserten Posts bei Dir nicht, weil ich das Gefühl habe, Du tust Dich da schwerer mit einer eigenen Meinung) – das fände ich interessant und hilfreich und wichtige Rückmeldungen…. Ist mir jedenfalls lieber, als wenn Leser einfach abspringen… ODER respektlos werden.

    Ich habe Deinen Blog von Anfang an sehr geschätzt. Ich lese ihn noch bevor ich selbst anfing zu bloggen und fand ihn immer sehr ästhetisch, klar und zurückhaltend. Dass Du scheinbar auch viel negatives abbekommt, schockiert mich und tut mir leid. Ein bisschen denke ich in solchen Momenten, ich sollte ganz froh sein, noch „klein“ zu sein… aber es ist schade. In jedem Blog steckt Mühe, Zeit und auch Herz – denn warum sollte man so etwas machen mit seiner Freizeit, das schon fast berufsartige Auswüchse hat…. UND sich noch schlecht behandeln lassen.

    Ich drück Dich. Ich les Dich gern und ich hab Dich sehr schätzen gelernt in den Kontakten, die wir hatten. – Alles Liebe

  29. Sehr schöner Artikel zum Thema. 🙂
    Ach und zum Thema „Miranda Kerr“, übermorgen würde ich denn gern ein Autogramm, bitte. ;P

    Liebe Grüße
    Stefan aka SpeedTutorial

  30. <3 wunderbar, jetzt will ich mehr Aufsätze aus Vickys Kopf :) Ich bin zum Glück bis jetzt von sehr negativen Kommentaren fast gänzlich verschont geblieben, ich kann aber verstehen wie demotivierend das ist...

  31. Sehr, sehr guter Beitrag und ich muss dir echt in allen Punkten zustimmen.
    Und der obere Teil war echt lustig und amüsant zu lesen!

  32. Du klingst echt sehr reif und erwachsen. Darf ich fragen, wie alt du bist?

  33. Hallo Vicky, ein super-guter Beitrag. Vor ca. 1 Jahr hatte ich angefangen zu bloggen und musste letztes Jahr all meine Beitrage löschen und den Blog schlussendlich schliessen! Und das hat weg getan. Mir wurden zwar keine gemeinen Kommentare geschickt, aber es wurde in meinem Arbeitsumfeld öffentlich und es wurde darüber getratscht und sich lustig gemacht! Ich fühlte mich nicht mehr frei zu schreiben, denn ich wusste alle um mich haben ein Auge drauf. Deshalb habe ich den Blog gelöscht.
    Nun leider gibt es immer Neider und Menschen, die unsicher und uninteressant sind und immer den Finger auf andere richten müssen und über andere richten! Meine Mutter hat mir beigebracht, dass wenn du nichts nettes zu sagen hast, lieber nichts sagst. Leben und leben lassen =)
    Ich finde dein Blog super und lese schon seit über einem Jahr interessiert deine Posts. Also mach weiter so!
    Liebe Grüsse

  34. Ein sehr schöner Post! Gut geschrieben und voll auf den Punkt gebracht!
    Ich habe mich schon so manches Mal gefragt, warum ihr Modeblogger das so lange aushaltet! Hut ab!!! Ich bin „nur“ Nähblogger und hatte auch schon damit zu kämpfen, dass mir an den Kopf geworfen wurde, ich würde ja nur mein Genähtes zeigen, um meine Taschen oder Schuhe zu zeigen. Dann habe ich ALLE Accessoires weggelassen (vor jedem Foto die Uhr abgenommen ;-)), um wirklich NUR noch Genähtes zu zeigen. War natürlich auch nicht richtig… (Kommentar: „Du läufst jetzt also barfuß im Winter. Du hast sie nicht mehr alle“)
    Schon klar, wie man´s macht, es ist verkehrt. Nach einer längeren Blogpause 2010 habe ich dann doch weitergemacht und jetzt zeige ich mich so, wie ich es für ok halte und moderiere meine Kommentare. Konstruktive Kritik ist herzlich Willkommen! Neid und Missgunst wird sofort gelöscht. Ich blogge nur noch für mich und nicht mehr für andere.
    Ich wünsche euch beiden Bloggern hier weiterhin viele schöne Momente und bleibt dran! Euer Blog ist toll! Ich lese euch sonst still, aber wirklich sehr sehr gerne :-* Herzlichst, eure Vanessa

  35. toller Artikel! 🙂

  36. gut geschrieben, es gibt viele solcher posts, aber die meisten haten einfach nur zurück, du hast dagegen alles auf den punkt gebracht.

  37. Ich möchte mich den anderen gerne anschließen. Ich bin seit 2001 im Internet unterwegs. Ich habe viel gelernt und Erfahrungen gesammelt, die ich nicht missen möchte. Ich habe vor allem gelernt, Abstand zu nehmen, Geduld und Respekt zu haben. Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem anderen zu. Ich würde mir wünschen, dass man sich das Sprichwort vor Augen halten würde. Beleidigende Kommentare sind keine Lösung. Daher gebe ich mir Mühe, Ärger auf andere Arten und Weisen zu begegnen. Meistens ziehe ich mich aus dem Internet zurück, um den Gegenstand oder das Problem noch einmal mit frischem Blick anschauen zu können. Und ich habe das Gefühl, dass es hilft.

    Viele Grüße
    Denise

  38. Lady Fantasy says:

    Guter Artikel und sehr wahr. Kennst du den Spruch „Mitleid bekommst du geschenkt, Neid musst du dir erarbeiten.“ Vielleicht hilft er dir, wenn dich ein blöder Kommentar wieder einmal zu sehr ärgert.

    Ich persönlich kann in Neid/ Missgunst keinen Sinn erkennen. Neid raubt so unglaublich viel Energie, die man doch auch nutzen könnte,die eigenen Fähigkeiten auszubauen.
    Es ist doch schön, dass du dir die Dinge leisten kannst oder sie dir jemand schenkt:-) Gönne ich dir.
    Ein Blog, der so gut ist, dass er die Aufmerksamkeit von (namenhaften) Firmen erregt steht in erster Linie für einen hohen Arbeitsaufwand, viel invstierter Zeit und Engagement. Also auch hart verdient.
    Ich glaube mit Neid sprechen viele Menschen oft das aus, was sie sich tief im inneren eigentlich nur für sich selbst wünschen- aber wozu sie nicht bereit sind etwas zu tun. Sie drücken ín meinen Augen lediglich ihre eigene Unfähigkeit aus. Lass dich von denen nicht runterziehen. Und zeig uns weiterhin deine tollen Taschen, tolle Beautuyprodukte und was dir sonst noch gefällt.
    Alles Liebe

  39. Direkt auf den Punkt! Kann mich den anderen auch nur zu 100 % anschließen.

  40. Toller Post! Wirklich super geschrieben…und ich finde es toll, dass du auch anonyme Kommentare zulässt, machen viele erst gar nicht! Kehrseite ist dann natürlich, dass sich viele das trauen, was sie im realen Leben oder mit „Namen“ nie trauen würden! Traurig aber wahr..
    LG Marion

  41. Manche Leute sind echt krank.
    Ich kann mir auch oft solche dummen Bemerkungen anhören,aber ich scheiße echt darauf.:-)
    Liebe Grüße Nessa

  42. wow, das hast du wirklich sehr gut geschrieben. Du hast mich richtig mit diesem Text an den Bildschirm gefesselt und würde ich dir/euch nicht schon folgen, so würde ich es spätestens jetzt tun. Ich finde aber auch, dass du sehr verständnisvoll mit den anonymen Hatern umgehst, da kann man echt nur den Hut vor dir ziehen.

    Wirklich ein exzellenter Post. Der würde sich auch gut in einer Zeitung machen 🙂

    Jap, das hab ich so gehört mit Primark, aber ich bin mir auch nicht sicher. Mir ist es im Endeffekt egal, weil von Weiz nach Graz hat alles die gleiche Strecke 🙂

    xo Lisa

  43. Sehr schöner Artikel, der viele unterschiedliche Aspekte des Themas beleuchtet.
    Ich hab einen seeehr kleinen, privaten Blog der deswegen bis jetzt von Negativem verschont geblieben ist.. ich bin nicht populär genug, um angefeindet zu werden. Denn… auch im analogen Leben sind es immer die Populären, Bekannten, Beliebten und Begabten, die eher Hass und Neid auf sich ziehen als andere. Insofern ist das fast auch ein Statement.. zu deinen Gunsten 😀

    Ich hätte allerdings im Ernstfall auch kein Problem damit, anonyme Kommentare für immer zu sperren, beleidigende Worte sofort zu löschen und allgemein Unhöflichkeiten nicht zu dulden. Wie du schon sagtest: my world, my rules. Unausgeglichenen, unzufriedenen oder sonst wie unhöflichen Menschen eine Plattform für ihre unreifen Sprüche zu geben ist nicht meine Aufgabe.. ich freue mich umso mehr über alle Worte der Bloggerinnen, die meinen Blog lesen und die ich „kenne“.
    Wer sich hinter einem Anonym ohne Bild und Namen verstecken muss, dessen Worte haben kein Gewicht und auch keinen Wert für mich. Ich höre in echt auch keinen vermummten Gestalten zu 😀

    Und: viel Spaß mit deinen schönen Sachen, Taschen und Lippenstiften! Es sind DEINE! Und es ist ungezogen, neidisch zu sein… sagte schon meine Mama <3

    Alles Liebe

  44. Sehr guter Post. Dem gibt es eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

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