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Dürfen wir eigentlich noch normal sein?

Dürfen wir eigentlich noch normal sein?

Hach, so ein Wochenende und ein paar Stunden für mich sind schon toll. Ich mache es mir auf der Couch mit einer Tasse Kaffee und einem Stückchen Schoko gemütlich, das MacBook am Schoß. Endlich Zeit, durch Bloglovin zu scrollen und meine Blog-Leseliste wieder ein bisschen „abzuarbeiten“. Ich klicke hier, lese dort, schaue mir Bilder an. Und irgendwie überkommt mich ganz langsam ein gar nicht so tolles Gefühl. Wie ein kleines Krabbeltier, das mir mit seinen haarigen Beinen über den Rücken trippelt. Unzulänglichkeit. Minderwertigkeit. Schuldgefühle. Früher dachte ich es wäre gut, normal zu sein. Inzwischen habe ich das Gefühl, dass das lange nicht mehr reicht. Muss ich wirklich so ein „Gutmensch“ sein, um etwas wert zu sein? Darf ich nicht mehr ich selbst sein?

Gutmensch. Das ist auch so ein Wort, das inzwischen durchaus negativ besetzt ist. Für mich zumindest. Denn manche Dinge, die für sogenannte Gutmenschen offensichtlich völlig normal sind, sind für mich unerreichbar. Ein paar Beispiele? Gerne.

 

Klimatarier

„Normal“ Essen gibt’s nicht mehr. Wir müssen Klimatarier sein. Dürfen nur noch Lebensmittel mit dem niedrigsten CO2 Wert aller Zeiten essen. Ich dachte, ich ernähre mich weitgehend regional. Kaufe oft am Bauernmarkt bei uns um die Ecke, verzichte auf Lebensmittel, die außerhalb der Saison von weit, weit herkommen. Und dann ertappe ich mich dabei, wie ich mir jetzt im Winter ein Schälchen Himbeeren im Supermarkt mitnehme. Weil ich mit meiner Fructoseintoleranz leider keine Äpfel oder Orangen vertrage, die jetzt Saison hätten. Himbeeren und Blaubeeren gehen. Aber die kommen von weit her. Oder die halb-fertigen Tortellini, die so praktisch sind weil man sie nur noch ins kochende Wasser werfen muss. Nach 10 Stunden im Büro noch groß kochen? Heute hab ich einfach keine Lust dazu. Darf man aber nicht essen, die sind nicht frisch zubereitet. Geht gar nicht, Vicky. Abgelost. So wird das nix.

 

Ökologisch perfekt

Der Wäscheberg türmt sich. Langsam sollte ich mal wieder die Waschmaschine anwerfen, bevor ich nackt ins Büro muss. Kein Waschmittel mehr da. Im Supermarkt greife ich wie gewohnt zu meinem Standard-Waschmittel. Das grüne mit dem Frosch drauf. Kaufe ich schon ewig, weil ich eigentlich ein gutes Gefühl dabei habe. Hatte. Denn meine Freundin klärt mich auf, dass auch hier schädliche Tenside drin sind und ich die Umwelt damit zerstöre. Sie wäscht nur noch mit Waschmittel aus dem Biomarkt und noch besser mit Kastanien, die sie selbst im Herbst gemeinsam mit den Kindern sammelt und zu Waschmittel verarbeitet. Ob ich denn die Blogposts dazu nicht kenne?

Doch, kenne ich. Aber ich habe ehrlich gesagt keine Zeit, mir Kastanienwaschmittel…. Papperlapapp! Keine Zeit ist nur eine faule Ausrede. Sofort habe ich ihre Worte wieder im Ohr. Und ein schlechtes Gewissen, weil ich auf der Couch sitze und nicht Waschmittel aus Kastanien mache. Außerdem läuft die Waschmaschine gerade. Mit normalem Waschmittel. So wird das nix, Vicky. Aber echt!

 

Reisen & Zero Waste

Mir fällt ein, ich könnte da ja mal meine Fotos von New York sortieren. Und außerdem wollte ich einen Blogpost darüber schreiben. Die Stadt war wundervoll, noch immer zieht sie mich in den Bann, wenn ich daran denke. Allerdings schweift mein Blick gerade über einen Blogpost. Rucksackreisen und Zero Waste. Und ich? Ich war mit dem Flieger in New York. Bin sogar innerkontinental von Key West über Miami nach New York geflogen. Und was ist das? Auf einem Bild halte ich einen Kaffeebecher in der Hand. Zwar nicht von Starbucks, aber dass er aus Papier ist und später weggeworfen wird, reicht ja wohl. Der tolle Augenblick, als ich einfach nur da stand, die Skyline von der Brooklyn Bridge aus mit weit aufgerissenen Augen anstarrte und meine Hände am heißen Kaffee wärmte, verliert seinen Glanz. Alles falsch gemacht, Vicky. Schäm dich.

 

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Dürfen wir eigentlich noch normal sein? Oder ist vollkommen perfekt das Maß aller Dinge?

Das, was wir täglich von bekannten Bloggern, Instagrammern oder auch den Medien vorgelebt bekommen, ist eine Wirklichkeit, die sich meiner Meinung nach für Blogs eignet. Für die perfekte Instagram Welt. Aber nicht für mein Leben. Ganz klar, ich finde es absolut grenzgenial wenn jemand es schafft, klimaneutral einzukaufen und zu reisen, nur ökologisch unbedenkliche Produkte zu verwenden oder die Zero Waste Philosophie zu leben. Ich würde das auch gerne können. Aber ich frage mich, wie das alles in mein Leben passen soll? Ohne dass ich mich völlig verbiege und gewisse, lieb gewonnene Dinge einfach nicht mehr machen kann? Nicht ich selbst bin? Nicht mehr reise, nicht mehr lebe? 

Ich bin für Naturschutz, ich engagiere mich für den Tierschutz, ich kaufe Bio und ich versuche so wenig Müll wie möglich zu produzieren. Aber ich bin nicht perfekt. Und ich würde es niemals behaupten. Stattdessen esse ich auch mal Himbeeren im Winter, fliege über den großen Teich, verwende normales Waschmittel und trinke Kaffee aus einer Kapselmaschine. Ja, ihr habt richtig gelesen. Und ich gebe es offen und ehrlich zu. Zwar nicht von der Firma mit dem N., da bin ich rigoros, aber 2x pro Woche schalte ich meine Illy Kapsel-Maschine ein. Weil sich ein Vollautomat für mich einfach nicht lohnt und weil ich es schade finde, die Kaffeebohnen wegzuwerfen, weil sie zu lange in der Maschine lagern und nicht mehr schmecken…

Ich gebe auch offen und ehrlich zu, dass ich Sachen von H&M trage. Neben Teilen, die ich zum Beispiel bei Hessnatur bestellt habe. Ich glaube, ich tue eigentlich einiges dafür, unseren Planeten nicht zu sehr zu schaden als nötig. Aber wenn ich mir bestimmte Blogs, Accounts oder Menschen ansehe, fühle ich trotzdem unzulänglich. Schwach. Minderwertig. Und dann frage ich mich, ob das der Sinn und Zweck sein sollte? Wieviel ist gestellt? Wieviel entspricht der Wahrheit? Leben diese Menschen wirklich so? Ohne einen einzigen Fehler? Oder wird das eben einfach nicht gezeigt? Weil es nicht in die perfekte, fehlerfreie Welt passt.

Ich finde, all die Dinge sind unglaublich wichtig. Niemand sollte die Augen davor verschließen. Und trotzdem plädiere ich für mehr Normalität. Nicht jeder ist perfekt. Und nicht jeder muss es ständig sein. Manchmal würde es so viel menschlicher wirken, wenn wir einfach einmal eine kleine Unperfektheit zugeben. Wie meine Himbeeren im Winter. Oder meinen Kapselkaffeemaschine. Weniger erhobener Zeigefinger. Mehr Verständnis. Mehr Miteinander.

Ja, ich habe Fehler. Aber ich habe keine Lust so zu tun, als hätte ich sie nicht. Und ich habe auch keine Lust, euch vorzuspielen, dass ich der perfekte Mensch, die perfekte Bloggerin bin. Denn das bin ich ganz und gar nicht. Und ich finde das sogar gut, denn so ist es nun mal, das wahre Leben.

 

 

 

26 comments

  1. Ich glaube, dass niemand perfekt ist und verschiedene Einstellungen durchweg konsequent durchziehen kann. Wahrscheinlich nicht alles auf einmal. Solange du nicht jeden morgen einen To-Go-Becher kaufst, macht der auf dem Foto wohl den Braten nicht fett. Ich denke auch nicht, dass nicht unbedingt jeder anfangen muss seine Wäsche mit Kastanien zu waschen. Da gibt es sicher auch inzwischen schon andere Produkte, die die Umwelt nicht ganz so belasten.

    Zumindest habe ich das Gefühl, dass die Unternehmen langsam umdenken und uns Verbraucher unterstützen. Im Supermarkt setzt man auf regionales Obst und Gemüse (bei Unverträglichkeiten natürlich nicht immer umsetzbar). In den Geschäften gibt es kaum noch Plastiktüten, die Naturkosmetik wird immer besser und interessanter… Es tut sich was in kleinen Schritten.

    1. Ja, da hast du vollkommen recht. Bei unserem kleinen Supermarkt hier um die Ecke gibt es inzwischen ganz viel Bio und sehr viel davon von regionalen Anbietern. Wir haben sogar eine kleine Bauernecke mit Produkten, die rund um den Supermarkt wachsen. Das finde ich toll. Und so kann man auch wie du sagst in kleinen Schritten etwas machen, ganz nebenbei.

      1. Liebe Viktoria ich muss dir in vielen Punkten rechtgeben. Nur in einem widersprechen, bio ist nicht unbedingt immer umweltschonender! So weiß ich es beispielsweise von der Obst- und Gemüseproduktion, dass öfters gespritzt werden muss und somit öfters mit dem Traktor gefahren werden muss. Und dass auch riskanten Stoffe, wie Kupfer etc gespritzt wird und das aber in Ordnung ist, weil es ja „natürlich“ ist. Nur sind diese Mengen an Kupfer alles andere als gut.
        Aber das macht es jetzt noch komplizierter

        1. Hallo Marion, ich finde es aber sehr gut, dass man das mal sagt. Erst kürzlich habe ich einen Bericht über das Thema gesehen und mir auch gedacht, dass so vieles nicht so ist wie es scheint oder wie man annimmt. Finde es super, dass du dich damit beschäftigst und das auch ansprichst.

  2. Für die meisten ist „Normal“ wahrscheinlich zu langweilig – und merken dabei gar nicht, dass sie sich mit ihrem „ich muss mindestens XY sein“ selbst ein wenig lächerlich machen – wer es braucht 😉 Ich bin dann auch mal lieber normal – und zwar mit gutem Gewissen 🙂

    1. Da hast du recht. Ich kenne leider auch Menschen, die ganz bewusst immer alles machen um ja nicht normal zu sein oder so gesehen zu werden. Dass sie sich total verbiegen und einfach nicht sie selbst sind, sehen sie gar nicht. Oder wollen es einfach nicht sehen. Da bin ich lieber langweilig und normal. Aber dafür mit mir im Reinen.

  3. Toller Beitrag!!! Ich sehe es genau so. Man muss sich auch mal Dinge gönnen, auch wenn es nicht immer zu 100 % dem entspricht was im www so groß geschrieben wird.

    xoxo Bibi F.ashionable

    1. Das hast du schön gesagt!

  4. Ich glaube wir können nicht nur, wir sollten sogar unsere Normalität behalten. Es ist schwer heutzutage, mit den ganzen Druck den man bekommt. Aber wieso soll ich zB Avocado Brot essen, wenn ich keine Avocados mag? Muss ich Avocados mögen oder kann ich auch ich selbst sein? Es sind Gedanke die mich auch ständig bedrücken…

    xoRosie // Curvy Life Stories

    1. Ich finde, man muss Avocados absolut nicht mögen. Wenn man dazu steht, perfekt. Schlimmer finde ich, wenn man Avocadobrote auf Instagram posten würde, nur weil sie Likes bringen und sie dann gar nicht isst. Das macht mich traurig.

      1. Das finde ich noch schlimmer!!! Wenn ich etwas nicht mache/mag, werde ich es auch nicht in meinen Instagram posten, weil es nicht in meinen Leben teil nimmt. Aber es gibt ja solche Leute, leider…

  5. Früher dachte ich auch immer, man SOLLTE normal sein, um nicht allein durchs Leben gehen zu müssen. So erklärte ich mir immer meine ganz wenigen Freunde – denn Cliquen und „coole“ Leute mochten mich nie, da ich nicht wie das typische Mädchen war/bin.

    Heute aber bin ich stolz, anders zu sein. Allerdings glaube ich nicht, dass man immer und überall aus dem Rahmen fallen muss, wenn man etwas wert sein will. Jede Lebensart ist toll – normal oder anders (und meist mischt es sich ja je nach Bereich, den man betrachtet) – solange man eben das macht, was einen glücklich macht.

    Ich bin zwar ein Anhänger von ökologischen Ansätzen, aber das hat für mich nichts mit „normal“ oder „nicht normal“ zu tun, sondern ist für mich mehr eine Frage von Prioritäten. Und man kann hier wegen mir gern Ausnahmen machen… tue ich ja auch.

    Dass du für Ausnahmen oder aber die Sache mit dem Waschmittel quasi angezweifelt wirst, ist wirklich schade! Ich finde, man sollte lieber alle postiven DInge, die man macht, wertschätzen und versuchen auszubauen, als sich mit der Betonung von Fehlern zu entmutigen und ein schlechtes Gewissen zu machen.

    Man muss sich halt immer vor Augen führen, dass das Internet nur immer Ausschnitte zeigen. Niemand würde stolz seine Dosensuppe als „Rezept“ verbloggen oder damit angeben, dass er wieder das Silikon-Shampoo aus Tierversuchen gekauft hat (es sei denn, der Hersteller ist trotzdem angesehen ;))… aber wenn man dann ein Mal bei einer kleinen Sache „Gutmensch“ war, dann ist das natürlich so besonders, dass es festgehalten wird. Von daher sind wir wohl alle nur normal – nur das wir die „Ausrutscher“ der anderen eben nicht sehen.

    Also ich plädiere nicht dafür, mehr so zu sein, wie es als normal gilt. Ich bin nur dafür, dass man sich nicht verurteilt, wenn man mal nicht zu 100% seine Vorsätze umsetzt, sondern lieber auf das stolz ist, was man erreicht. Und ich bin dafür, niemanden zu verurteilen, weil er einen gewissen Umstand nicht in Kauf nehmen möchte, um die Welt irgendwie etwas besser zu machen.

    Also, sei beruhigt. Ich finde Plastik zwar scheiße, aber kaufe Joghurt und Quark im Plasikbecher & habe jeden Tag aufs Neue eine leere Plasiktüte, in der ich meine Bio-Möhren kaufe. Andere gibt es im Lidl halt nicht & einen Biomarkt habe ich nicht in der Nähe (und könnte ich nicht bezahlen).

    Liebe Grüße

    1. Das hast du sehr schön gesagt, vielen Dank dafür. Ich glaube, dass einfach jede noch so kleine Bemühung ein Gewinn ist. Besser als gleich zu sagen, dass es ja alles keinen Sinn hat. Mir wären 1000 Menschen lieber, die Dinge im Kleinen beginnen und beherzigen als 3 Super-Über-Drüber-Klimatarier…

  6. Liebe Vicki,
    ich finde diesen Post so, so wichtig – danke dafür! Ich bin mir zu 100% sicher, dass jeder dieser scheinperfekte Instagrammer und Blogger auch mal von allen Maximen abweicht, alles andere ist unrealistisch. Wie du schon sagst: Ein 100%ig nachhaltiger Lebensstil ist für den Durchschnittsbürger weder machbar noch praktikabel – und ich bin mir sicher, dass es ihn in Reinkultur gar nicht gibt. Das fängt bei klimatarischen Veganern an, die ganz selbstverständlich brasilianische Avocados und chinesische Gojibeeren essen und endet bei Zero Waste-Verfechtern, die zu Hilfsprojekten nach Afrika jetten. Und überhaupt: So globalisiert und durchindustrialisiert wie die westliche Ernährung ist, ist es für den Einzelnen unpackbar, jedes einzelne Lebensmittel ökologisch und ethisch korrekt zu beziehen, dazu sind die Wertschöpfungsketten einfach viel zu verzweigt und Hintergründe oft zu undurchsichtig. Mein Lieblingsbeispiel ist der österreichische Apfel im Frühling, der einen schlechteren ökologischen Fußabdruck hat, als der zeitgleich gekaufte Bio-Apfel aus Neuseeland, weil die klimatisierte Lagerung des Austroapfels mehr Energie verschlingt, als der Transport aus Neuseeland.
    Ich glaube ja ganz fest an Balance in allen Dingen. H&M-Schal zum Grüne Erde-Pulli, saisonales Gemüse aus der Biokiste und dafür auch mal eine Portion Quinoa aus Peru, Waschmaschine voll Ariel und dafür mit dem Fahrrad zum Billa.
    So lange sich nur jeder ein bisschen bemüht und bewusst konsumiert ist schon viel gewonnen.

    So, und jetzt hör ich auf mit meiner Predigt. Sorry für die Länge

    1. Du, deine Predigt war toll, vielen lieben Dank dafür. Ich bin da ganz bei dir. Das Beispiel mit dem Apfel habe ich in einer Diskussion auch schon einmal gebracht. Aber wenn jemand eine ganz ganz fixe Meinung hat, dann ist es manchmal schwer da „dazwischen zu funken“. Ich bin da auch für eine gute Mischung und fahre jetzt dann auch wieder mit dem Rad zum Einkaufen. Muss dann zwar öfter fahren als mit dem Auto, aber dafür tue ich wenigstens was für mich und bin an der frischen Luft. Und ich glaube auch, dass jede noch so kleine Bemühung ein Gewinn ist. Besser als gleich zu sagen, dass es ja alles keinen Sinn hat. Mir wären 1000 Menschen lieber, die Dinge im Kleinen beginnen und beherzigen als 3 Super-Über-Drüber-Klimatarier…

  7. Ich würde mir da wirklich nichts dabei denken. Ich kann zwar deine Sorgen verstehen, aber wie du sagst, ist das bei anderen vermutlich vieles nur Schein. Schließlich denken diese Zero-Waste-Klimatarier oft nur bis vor die Haustüre: 90% davon nutzen ein iPhone, deren Bestandteile unter zweifelhaften menschlichen Bedingungen abgebaut wurden, manche sind unfreundlich zu Menschen in der Bahn und andere wiederum propagieren einen Lebensstil, den sie selbst nicht durchhalten, weil es sich so gut auf Instagram und dem Blog macht. Niemand kann alles richtig machen, aber Bedacht und Rücksicht auf andere bringt diesen Planeten wahrscheinlich viel weiter als Green-Living-Fanatismus.

    1. Da bin ich ganz bei dir. Ich finde Rücksicht viel wichtiger als stur eine Linie durchzuziehen und sich dabei vielleicht sogar selbst zu belügen oder zu verlieren. Schön, dass du so denkst.

  8. DANKE für die ehrlichen Worte. Du sprichst mir aus der Seele!

    1. Danke! Ich bin froh, wenn es Menschen gibt, die so denken wie ich.

  9. AMEN! Du sprichst mir so aus der Seele! Danke dafür!

    1. Sehr gerne, ich danke dir!

  10. Sehr schöner Beitrag! Gut geschrieben und sehr treffend.

  11. der Absatz mit dem Kastanien-Waschmittel, herrlich – ich musste so grinsen!

    gebe dir recht, man kann es auch übertreiben, denn dieses perfekte Leben ist nicht realistisch – außerdem sind viele, die solche Sachen predigen ja ohnehin recht scheinheilig, weil sie dafür bei anderen Themen gar keinen Durchblick haben. oder sich mal wieder nur vom gerade aktuellen Hype mitreißen haben lassen.
    und bei vielen Bloggern ist doch eh alles gestellt, die ganze Onlinewelt ist halt sehr fake.

    wenn das Leben nur noch aus „ich muss dieses so und jenes so machen“ und aus schlechtem Gewissen, weil man dann eben nicht dieses so und jenes so gemacht hat, besteht, ist das kein schöner Alltag mehr. sich über jede Kleinigkeit Gedanken zu machen, schadet. auch kleine Schritte helfen und ich finde, jeder soll tun, was und wie viel er kann.

    1. Da bin ich ganz deiner Meinung, danke für deinen Kommentar! Ich merke selbst, dass ich mir nichts gutes tue, wenn ich ständig denke „ich muss dieses so und jenes so machen“ und mich dabei vielleicht gar nicht richtig wohl fühle. Schlussendlich kommt es doch auch darauf an, dass man mit dem was man tut zufrieden ist. Ich sage jetzt nicht, dass man absolut nicht auf die Umwelt achten, Konsum über alles setzen oder mit geschlossenen Augen leben soll, aber es muss einfach passen und wie du schon so schön sagst: Kleine Schritte und das tun, was man persönlich tun kann.

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