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Digital Detox im Hotel Panorama am Walchsee, Tirol

Digital Detox im Hotel Panorama am Walchsee, Tirol

Ganz ehrlich, vor einiger Zeit habe ich den Ausdruck „Digital Detox“ noch belächelt. Eine Modeerscheinung, etwas, das mal wieder jemand erfunden hat, weil es gut klingt. Das Übliche eben. Aber irgendwann merkt man selbst, dass man das Handy so gut wie nie mehr aus der Hand legt. Morgens lese ich beim Frühstück Nachrichten mit der App vom Standard. Im Büro koordiniere ich Termine, verschicke Meeting-Einladungen, SMS und Facebook-Messenger-Nachrichten. Zwischendurch wird Instagram und Facebook gecheckt, das Mittagessen fotografiert und gepostet, der Content Plan abgearbeitet. Nach der Arbeit geht’s dank Einkaufszettel-App mit dem Handy vor der Nase durch die Supermarkt-Regale. Danach wird der Sport mit Runtastic getrackt und das Ergebnis anschließend am Handy analysiert. Nebenbei noch schnell ein paar Pokemons fangen und wenn ich abends auf die Couch sinke, gibt’s noch einen kleinen WhatsApp-Tratsch mit der Freundin oder der Schwester. Oder Second Screen Twitter während etwas im Fernsehen läuft. Nicht selten setze ich mich sogar noch mit dem MacBook auf die Couch und überarbeite den letzten Blogpost. So wie jetzt.

 

Wir alle kleben den ganzen lieben langen Tag am Smartphone

Rechnet man das mal zusammen, klebt einem das Smartphone quasi andauernd an den Fingern. Bei mir geht das sogar soweit, dass ich mich unwohl fühle, wenn ich nicht weiß, wo mein Handy ist. Ich brauche es eigentlich immer in Reichweite. Klar läuft beruflich viel über das Ding. Ich muss erreichbar sein. Oder will es zumindest. Aber irgendwann wird unweigerlich klar, dass aus viel langsam zuviel wird. Und dann muss man sich selbst ein bisschen an der Nase nehmen, sich sein Verhalten bewusst vor Augen führen. Mir ist klar, dass ich als Selbstständige das Handy unter Tags nicht ausschalte oder weglege. Aber ich arbeite an mir, dass ich es zumindest abends mache und bewusst die Hand zurückziehe, wenn ich mal wieder wie selbstverständlich danach greife, sobald ich zwischendurch ein paar Minuten Zeit habe, Werbung läuft oder ich darauf warte, bis das Nudelwasser kocht. Wie war das eigentlich früher? Was hat man in solchen „Pausen“ gemacht? Ich kann es mir ehrlich gesagt gar nicht mehr vorstellen.

Kürzlich meinte mein Freund, er würde mit mir wetten, dass ich es nicht schaffe, das Handy 2 Stunden lang nicht in die Hand zu nehmen. Ich verlor kläglich. Aber in solchen Augenblicken wird einem bewusst, wie verrückt das ganze eigentlich ist. Und so eröffnete ich meinem Freund, dass wir im Urlaub Digital Detox machen. Er hat sich köstlich über den Begriff amüsiert aber sich dann bereit erklärt mich zu unterstützen und wenn nötig auch ein bisschen zu schimpfen, wenn ich wieder nachlässig werde.

 

Digital Detox im Hotel Panorama am Walchsee, Tirol

Wo kann man besser abschalten als in der Natur? Daher kam eine Einladung für ein Wochenende ins ****S Hotel Panorama am Walchsee im Kaiserwinkl in Tirol gerade recht. Und weil zwei Tage Digital Detox (und Urlaub) nicht reichen, haben wir einfach noch drei weitere dazu gebucht. Ich habe ganz bewusst auf Snapchat verzichtet. Der Blog blieb zu, ein paar Blogposts waren vorgeplant. Einzig und allein ein Instagram Bild jeden zweiten Tag stand ich mir zu. Ansonsten verwendete ich das Telefon nur zum Telefonieren mit der Family. Kein WhatsApp, keine SMS, nur richtige Worte und Erzählungen, wie es uns geht und wie uns der Urlaub gefällt. Schlussendlich bin ich sehr stolz auf mich, denn ich habe meinen Vorsatz ziemlich gut durchgezogen. Ein paar unaufschiebbare Nachrichten musste ich zwar schreiben – das Los eines jeden Selbstständigen – aber sonst war ich wirklich sehr diszipliniert. Geholfen hat natürlich auch das Hotel Panorama, denn mitten in der Natur, in einem schönen Hotel kann man natürlich allerhand andere Sachen machen, die einem von sämtlichen Social Media Verführern ablenken.

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Das Hotel Panorama ist ausschließlich für erwachsene Hotelgäste konzipiert. Wer also Ruhe sucht, ist hier auf jeden Fall richtig. „Sehr relaxt, zufrieden, glücklich, entspannt und entstresst“ soll man sich der Hotelphilosophie nach fühlen, sobald man eincheckt. Und das kann man alles machen:

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Sport & Wellness

Auf 1.800 Quadratmetern findet man verschiedene Dinge rund um Spa und Fitness. Es gibt einen Spa-Bereich mit Pool innen sowie ein Außenpool. Als besonderes Highlight empfand ich den wirklich top ausgestatteten Fitnessraum mit nagelneuen Geräten. Wir hatten unsere Fahrräder mitgebracht und sind die Gegend rund um den Walchsee abgefahren. Es gibt zahlreiche beschilderte Strecken, und wenn man nicht ganz so Bergetappen erprobt ist, kann man sich auch eine Strecke mit nicht ganz so steilen Anstiegen suchen. Einzig und allein der Weg zurück ins Hotel ist eine Herausforderung, denn das liegt auf einem Hübel und da muss man natürlich wieder rauf, wenn man ihn runter gefahren ist. Anschließend kann man sich im Spa-Vital-Ressort Massagen oder Beautyanwendungen wie zum Beispiel Gesichtsbehandlungen, Ganzkörper-Algenpackungen oder eine Maniküre gönnen. Neben traditionellen Anwendungen bietet das Hotel auch spezielle Detox-Behandlungen.

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Essen & Genießen

Wenn man eines im Hotel Panorama gut kann, dann ist das genießen. Das Frühstücksbuffet bietet eigentlich alles, was man sich wünscht. In Tirol darf natürlich Speck nicht fehlen, aber es gab auch verschiedene Brotsorten, Müslis, Käse, Marmeladen, Obst und vieles mehr. Sein Frühstücksomelett oder Ei kann man sich frisch zubereiten lassen. Einzig und allein Pancakes gab es nicht. Die hätte ich mir im Urlaub gerne gegönnt. Dafür war das Abendessen jeden Tag ein richtiger Genuss. Man konnte zwischen vier verschiedenen 5-Gänge-Menüs wählen. Dazu gab es immer Salat vom Buffet und, wenn man anschließend nach dem Dessert noch Platz im Magen hatte, Käse oder Eis. Toll fand ich, dass auch jeden Tag ein vegetarisches Menü angeboten wurde, das über den obligatorischen Gemüsestrudel und die Gemüselaibchen hinausging und wirklich ausgezeichnet geschmeckt hat. Nach einem anstrengenden Tag tat ein gemütliches Abendessen richtig gut.

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Wandern

Kaum etwas anderes eignet sich so gut um das Handy aus der Hand zu legen als wandern. Wenn man einen ausgetretenen Pfad den Berghang hinauf folgt, hat man erstens ohnehin so gut wie keinen Empfang und zweitens ist man viel zu sehr damit beschäftigt zu schauen, wohin man den nächsten Schritt setzt. Tirol ist darüber hinaus sowieso das Wander Mekka und konnte ich dem Wandern noch vor einigen Jahren wenig abgewinnen, habe ich es in letzter Zeit sehr zu schätzen gelernt. Hinter jeder Wegbiegung gibt es etwas zu sehen: Kleine Kälber, die gemeinsam mit anderen Kühen auf den steilen Wiesen grasen, ein Greifvogel, der sich auf seine Beute stürzt, ein Bach, in dem sich kleine Forellen hinter großen Steinen verstecken oder eine Weinbergschnecke, die es noch viel weniger eilig hat als man selbst. Bedächtig setzt man einen Schritt vor den anderen und irgendwann erreicht man dann das Ziel. Den Gipfel oder einen Gebirgssee mit glasklarem, eiskaltem Wasser, in das man die Beine taucht. Und irgendwann wird einem klar, dass sich Glück auch so anfühlen kann.

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Der Walchsee

Wir hatten unglaubliches Glück mit dem Wetter. Ein paar kurze Gewitterschauer waren alles, was den Sonnenschein zwischendurch trübte. So konnten wir fast einen ganzen Tag am See verbringen, im Gras liegen, die warmen Sonnenstrahlen genießen und zwischendurch ins kühle Nass springen. Man kann sich ein Boot borgen oder Standup-Paddeln (was ganz schön anstrengend für die Arme ist). Der See lässt sich übrigens ganz einfach mit dem Rad umrunden, auch zum Baden fuhren wir mit dem Rad statt dem Auto. Ich empfinde es immer als unglaublich entspannend, wenn man sich ein Eis holt und sich damit auf den Steg am See setzt. Wasser beruhigt mich immer, ich weiß auch nicht, warum das so ist. Ich könnte Stunden damit zubringen einfach auf die sich leicht kräuselnde Wasseroberfläche zu schauen und bin auch zufrieden damit, wenn mein Freund und ich uns dabei einfach über ganz alltägliche Dinge unterhalten. Dinge, die im Arbeitsalltag zwischen Tür und Angel einfach oft auf der Strecke bleiben. Und genau in diesen Augenblicken habe ich die besten Ideen und Geistesblitze.

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Mein Gesamteindruck vom Hotel Panorama

Das Hotel Panorama ist ein Hotel, wie man es in Tirol öfter sieht: Groß und relativ traditionell eingerichtet. Man hat jedoch gleich gemerkt, dass der Wellnessbereich, der Ruheraum und der Fitnessraum neu und moderner sind. Hier wurden viele Naturmaterialien wie Holz verwendet, was mir sehr gut gefallen hat. Die Zimmer sind eher traditionell, aber sehr groß. Das trifft auch auf das Bad zu. Ein Designhotel ist das Hotel Panorama nicht, aber man sieht, dass sehr viel Wert auf Sauberkeit gelegt wird. Das Personal ist äußerst freundich und zuvorkommend.

Wenn ich mir etwas hätte wünschen dürfen, dann wäre meine Wahl auf ein bisschen mehr moderneren Stil gefallen. Ich bin kein Fan von dunklen Möbeln, gelben Bettüberwürfen (für mich muss Hotelbettwäsche einfach weiß sein), blauem Teppich und roten Polstermöbeln. Ich glaube es ist inzwischen klar, dass ich ein großer Freund von hellen, klaren Linien und Farben bin. Diese Vorliebe spiegelt sich auch in der Einrichtung wider. Und ich mag sehr gerne Hotels, die in diesem Stil eingerichtet sind.

Ein besonderer Pluspunkt des Hotels ist übrigens, dass es den gesamten Herbst über durchgehend geöffnet hat. Wenn man Lust auf ein paar romantische Tage hat – hier bietet das Hotel spezielle „Kuscheltage-Package“ an – kann man dem grauen Herbstwetter sicher gut entfliehen und im Spa entspannen.

 

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Hotel Panorama Kranzach 20  |  A-6345 Kössen/Tirol
Telefon +43 5374 5661  |  info@seehof.com

 
Wir wurden auf 2 Übernachtungen im Hotel eingeladen. Den Rest des Urlaubes haben wir selbst bezahlt.

 

2 comments

  1. Ich nutze mein Handy auch recht viel, aber es ist schon wieder weniger geworden, seit ich das Kalorien zählen aufgegeben habe und Evernote, das Mail-Programm, die Notizen und Runtastic sowie Pinterest beim Öffnen direkt abstürzen. Nur Twitter, Browser (ohne schnelles Internet auch doof), Wecker, Telefon und Whatsapp taugen noch was; Facebook, Instagram, Snapchat und Konsorten habe ich eh nicht.
    Somit telefoniere und whatsappe ich oft beim Spazieren gehen, um die Zeit zu nutzen. Ansonsten weckt es mich jeden Morgen, aber bleibt während der Arbeit im Rucksack und abends auch unberührt, da der Laptop besser ist 😉

    Dein Detox klingt echt gut – endlich mal nur das am Handy machen, wozu es auch da ist. Sowas könnte ich mir auch gut vorstellen für kommende Urlaube, aber eben nur, wenn Blogposts vorgeplant sind. Der Blog ist mir einfach zu wichtig, um ihn länger als 4 Tage ohne aktuellen Post zu lassen…

    Das Konzept vom Hotel finde ich interessant – nur Erwachsene. Da würde ich sicher blöd angeschaut werden, denn ich sehe eher aus wie 15 😉
    Das Essen klingt echt nicht schlecht… und ein vegetarisches Gericht ist top, denn das sucht man in meiner Gegend in manchen Restaurants erfolglos 🙁

    Ein See und Wandern – da kann der Urlaub ja kaum besser sein! Das sind nämlich zwei Dinge, auf die ich echt wert lege, wenn ich nicht gerade einen Städttrip geplant habe.

    Wie du deine Bewertung für das Hotel präsentierst, finde ich übrigens echt ansprechend!

    Liebe Grüße

    1. Vielen Dank für dein ausführliches Feedback!
      Ich hatte das früher auch, dass mein Handy während der Arbeit in der Tasche blieb. Das war schon irgendwie angenehm. Jetzt brauche ich es aber eben leider den ganzen Tag, weil ich auch kein Festnetz habe und alle Kunden am Handy anrufen.
      Das vorplanen von Blogposts finde ich wirklich praktisch. Ich mache das im Urlaub fast immer so, weil ich mich da dann einfach nicht damit beschäftigen möchte – und manchmal auch nicht kann, denn nicht immer gibt es Internet und ich mag auch nicht jedesmal das MacBook mitschleppen.

      Interessant ist, dass es inzwischen immer mehr Hotels nur für Erwachsene gibt. Ich muss sagen, dass ich nichts gegen Kinder habe. Aber es ist dann zB. schon viel ruhiger am Pool. Wenn man das gerne möchte, ist es sicher eine Alternative. Es gibt ja inzwischen auch spezielle Kinder-Hotels. Da tut sich einiges.
      Und wem sagst du das: Bei uns in der Gegend gibt es auch nur wenige Restaurants, die wirklich gutes vegetarisches Essen anbieten. Sehr oft gibt es fertige Gemüselaibchen oder so. Man muss schon in die Innenstadt, da gibt es dann mehr. Aber da bin ich dann nicht immer. Dabei finde ich, dass man sehr einfach sehr gute Veggie Gerichte kochen kann. Manchma habe ich das Gefühl, die Restaurants wollen gar nicht. Was ich traurig finde…

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