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Sorry, we do not work with small blogger

Sorry, we do not work with small blogger

Ich starre jetzt schon ziemlich lange auf mein Instagram-Account und versuche mir die Zahl 4.711 in Personen vorzustellen. Wie groß wäre die Menschenmenge, wenn diese Leute plötzlich alle vor meiner Tür stehen würden? Groß vermutlich. Und wahrscheinlich würde es ziemlich lange dauern, jedem einzelnen davon die Hand zu schütteln. Viel länger, als den Satz „Sorry, we do not work with small blogger“ in eine E-Mail zu tippen und abzuschicken.

Egal mit wem man in der Bloggerwelt im Augenblick spricht, überall herrscht die Meinung, dass Instagram sich nicht zum Guten gewandelt hat, dass Followerzahlen nicht mehr wachsen wie bisher. Zuerst wird der Algorithmus umgestellt, sodass man Bilder von lieb gewonnenen Accounts nur noch sporadisch zu Gesicht bekommt und dann werden wir mit unpassender Werbung zugemüllt. Man hat das Gefühl, dass große Accounts immer weiter wachsen während kleinere stagnieren. 50.000, 200.000 Follower und mehr. Menschenmassen, die ich mir selbst mit viel Fantasie nicht mehr vorstellen kann.

Woher sie kommen? Keine Ahnung. Aber sie sind da und so hat man als Blogger nicht selten das Gefühl, nur noch auf die Instagram-Followerzahl reduziert zu werden. Egal wie gut, interessant, spannend oder hilfreich die Inhalte am Blog sind, entscheidend ist die kleine schwarze Zahl in deinem Instagram-Account. Und wenn dort nicht mindestens 20k steht, dann flattert bestimmt bald eine E-Mail mit den aufmunternden Worten „Sorry, we do not work with small blogger“ ins Postfach. Darüber darf man sich dann freuen. Oder auch nicht. Entweder kauft man umgehend 50.000 Follower, die kein einziges der liebevoll gestalteten Fotos liken und bei der nächsten Säuberungsaktion von Instagram ohnehin wieder spurlos verschwinden, oder man nimmt das eben hin. So wie ich.

instagram

 

Instagram sucks?

Aber eines frage ich mich trotzdem: Ist das die Richtung, die „die Sache mit Blogs“ nimmt? Früher gab es Blogs. Es gab Facebook. Es gab Instagram. Heute gibt es Instablogger. Und Facebookblogger. Manchem Blogger der alten Schule mag das vielleicht sonderbar vorkommen. Wie kann ein Medium, das nur aus einem Haufen Bildern und zwei Zeilen Text besteht ein Blog sein? Ist es aber. Offensichtlich. Und es kommt gut an.

Ich frage mich, ob man nicht vielleicht in Zukunft den Blog schließen muss, um sich völlig auf Instagram zu konzentrieren. Gelesen habe ich es zumindst schon mal so in einer Trend-Vorhersage. Erschreckend, alle Gedanken in zwei bis drei Zeilen packen zu müssen. Nicht mehr schreiben, sondern hashtaggen. Vielleicht ist es das, was man in unserer schnelllebigen Zeit lesen möchte? Kurz und bündig. Keine 427 unnötigen Wörter darüber, wie sich Instagram verändert hat. Wenn man es doch auch mit zwei Wörtern sagen kann: „Instagram sucks!“

 

0 comments

  1. Das ist ein interessanter Post! Instagram wird auch nicht mehr so gehypt wie früher. Mittlerweile kann dort jeder alles machen und jeder kann alles kommentieren, egal ob Blogfan oder nicht. Ich denke, dass viele Firmen lieber mit Bloggern zusammen arbeiten wollen, die einen gewissen Fame und entsprechende Followerzhlen haben.
    Aus den Gründen bin ich auch nicht bei Instagram oder facebook, weil es den Blogger damit unter Druck setzt und man „immer präsent sein muss“ :-*

    ganz liebe Grüße
    Melanie / http://www.inblushandblack.blogspot.de

    1. Das ist eine interessante Sichtweise, die du hast. Nicht bei Instagram oder Facebook zu sein, um diesem Druck zu entgehen. So habe ich es ehrlich gesagt noch gar nicht gesehen, aber ich muss sagen, dass du recht hast. Denn so steht der Inhalt deines Blogs im Vordergrund. Eine gute Entscheidung, wenn ich darüber nachdenke.

    2. Das ist ja mal eine interessante Herangehensweise. Hast du das Gefühl, dass es dir für Kooperationen etwas gebracht hat die Netzwerke zu löschen?

  2. Liebe Vicky,

    für mich sind Instagram und Blogs zwei komplett verschiedene Paar Stiefel. Man kann doch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Blogs lese ich seit Jahren, sie dienen mir als gutes Info-Material, als Zeitvertreib, zur Unterhaltung, als Inspiration.

    Instagram hingegen ist „mal eben durchwischen“ – sicher, man kann sich dort auch ein wenig Inspiration holen und mag liebevoll gestaltete Bilder (deine sind immer mit so viel Liebe zum Detail gemacht!), aber dass ich mir Infos – gerade wie Produkt-Reviews – via Instagram ziehe – nein! Da ist mir das Lesen am miniwini-Bildschirm des Smartphones schon zu blöd.

    Hm. Wollte ich nur mal eben loswerden. Ich fände es schade, wenn Blogs der Vergangenheit angehören.

    Alles Liebe,
    Evi

    1. Ich sehe das sehr ähnlich wie du, liebe Evi. Für mich war Instagram immer etwas, das kleine Einblicke in den Alltag gibt. Schnappschüsse. Nichts, das man von oben bis unten durchstylen muss. Inzwischen gibt es ja die Meinung, dass man nur Fotos posten soll, die farblich in den Feed passen. Also ist man von Schnappschüssen und spontanen Fotos ziemlich weit entfernt. Diese Entwicklung finde ich nicht besonders gut, aber offensichtlich ist das eben eine Richtung, in die es geht.
      Und ich bin auch deiner Meinung, das zB. Produktreviews über Instagram ziemlich sinnlos wären, zumindest würde ich sie nicht lesen. Ich scrolle zum Beispiel abends auf der Couch gerne durch Instagram, lese aber nicht immer die Texte, muss ich gestehen. Das ist Unterhaltung nebenbei irgendwie…

      1. Da kann ich euch nur zustimmen.
        Ich denke, IG und FB sind einfach dazu da, auf das Blog aufmerksam zu machen und präsent zu sein, statt etwas eigenes zu sein. Klar müssen die Fotos dafür gut sein, damit sie jemand anschaut, aber sich auf eine Farbe zu beschränken stelle ich mir auch mega schwierig und irgendwann auch langweilig vor…
        Für mich würde das ganze nicht die Blogs ersetzen, die ich mir gerne mal in Ruhe durchlese…

        1. Du sagst es. Ich finde diese einheitlich grauen Instagram Feeds auch total langweilig. Wenn Landschaftsbilder gleich aussehen wie Selfies und Selfies den selben grauen Filter tragen als Essensfotos. Irgendwie spricht mich das nicht so wirklich an, muss ich gestehen.

  3. Sehr gut geschrieben. Ja, leider gehöre ich zu den Instagrammern, deren Followerzahl seit Monaten bei etwas über 2000 stagniert, während „große“ Accounts immer weiter wachsen, von ganz allein. Und das trotz teilweise hingerotzter, krisseliger, liebloser Fotos… Bin ich neidisch? Nein, überhaupt nicht! Ich messe mich nicht mit erfolgreichen Accounts, sondern sehe mich in erster Linie als Bloggerin, also als eine ECHTE Bloggerin! Twitter, Instagram und Facebook sind für mich nur Möglichkeiten, den Blog zu ergänzen oder wie bei Instagram auch mal Fotos zu zeigen, die vielleicht nicht in einem Blogpost verarbeiten würde. Oder um mich einfach ein wenig kreativ auszutoben. Mir ist bewusst, dass viele Unternehmen nur auf die Instagram-Zahlen schauen. Das ist schade! Aber ich nehme es hin. Ich werde ganz sicher nicht anfangen, Shoutouts, F4F und Likes4Likes zu posten oder gar Follower zu kaufen. Und ich freue mich über meine 2360 Follower sehr. Ich finde, das sind doch ganz schön viele Menschen, die sich da für meine Bilder interessieren! 🙂

    1. Auf jeden Fall. Drum meine ich ja, man muss sich das mal in Menschen vorstellen. Das ist echt ziemlich viel.
      Für mich kommen Shoutouts auch nicht in Frage. Inzwischen kann man die ja sogar kaufen. 🙂 Dafür ist mir Instagram wohl nicht wichtig genug und ich bin bei allem was du schreibst deiner Meinung. Manchmal frage ich mich nur, ob das noch „zeitgemäß“ ist, ob ich veraltert bin, „altmodisch“ denke und vielleicht etwas verschlafe… Aber im Grunde geht es doch eher darum das zu tun, was einem Spaß macht. Müsste ich mich für mein Instagram verbiegen, würde man das wohl auch schnell sehen, denke ich mir. Also machen wir einfach so weiter, wer weiß, vielleicht ist das ja langfristig die beste Entscheidung? 🙂

  4. Ich fände es sehr, sehr schade, wenn Du (und andere Blogger) ihren Blog aufgrund dieses Trends schließen würde(s)t. Instagram ist m.E. ein total anderes Medium als Blogs – aus den von Dir bereits dargestellten Gründen (unterschiedliche Textlänge etc.). Ich kenne auch einige Leute, die bei Instagram angemeldet sind und dort Personen folgen, die aber noch nie einen Blog gelesen haben. Umgekehrt wird das eher selten vorkommen.

    Ich bevorzuge Blogs. Einfach weil ich es liebe zu lesen und weil man auf einem Blog so viel mehr sagen kann/herüber bringen kann.

    1. Da gebe ich dir recht. Ich glaube auch nicht, dass Instagram Blogs völlig ablösen wird. Eben deshalb, weil es – wie du sagst – für beide Medien unterschiediche Zielgruppen gibt. Ich lese auch gerne, mich stört es nicht, wenn der Text etwas länger ist, bei gewissen Themen ist das sogar gut. Außerdem ertappe ich mich dabei, dass ich den Text unter Instagram Bildern gar nicht wirklich lese, sondern nur durch meinen Feed scrolle und like, was mir auf den ersten Blick gefällt.

  5. Wenn du klein bist…. Was bin ich dann? Mikro? XD
    Instagram ist sehr schnellebig. Ich mag es Fotos für den Blog zu schießen und Persönlichkeit in den Text fließen zu lassen.
    Das geht auch instagram kaum bis gar nicht. Zudem ist mein Foto nach ein paar Sekunden vergessen.
    Für mich ist es nur zum „mal eben ein bisschen Fotos gucken und schmökern“. Richtige Infos hole ich mir dann doch lieber auf den Blogs.

    1. Ich kenne Instagram Accounts mit wenigen Followern, die aber viel spannender, persönlicher und schöner sind als die ganz großen. Demnach messe ich Zahlen eine geringe Bedeutung zu. Oft ist es auch so, dass man gerade bei kleinen Accounts das Gefühl hat, die Person dahinter viel besser kennenzulernen. 🙂

  6. Ich kann nur aus der Sicht des Bloglesers schreiben, da ich selbst nicht blogge. Ich finde diesen Perfektionswahn bei Insta total nervig. Wenn ich teilweise lese: „Bild lösche ich nachher wieder, passt nicht in meinen Feed“ ist das einfach nur seltsam. Ich schaue mir bei Insta eh eher selten den kompletten Feed einer Person an, sondern eher nur die aktuellen Bilder, an mir würde die Mühe also eh vorbeigehen. Ich mag da kleine private Einblicke ins Leben desjenigen sehen, meinetwegen auch mal ein Vorschaubild zum neuesten Blogpost, richtiger Blogcontent sollte aber auf dem Blog bleiben. Mein Instafeed ist übrigens total bunt, ich benutze kaum Filter und wenn dann selten den selben (viele haben anscheinend so ihren „Signature-Filter“). Und genauso mag ich auch die Bilder von anderen sehen, Schnappschüsse, bunte Bilder voller Leben und Stimmung. Die müssen dann auch nicht zusammenpassen oder so. Die perfekten Bilder schaue ich mir dann lieber in groß am PC auf dem Blog an 🙂

    Und ich finde es wirklich traurig Blogger nur an Insta-Followern zu bemessen, grade im Hinblick auf gekaufte Follower.

    1. Ich finde gerade die Sicht meiner Leserinnen spannend, danke für deinen Kommentar!
      Du hast recht, ich finde es inzwischen auch maßlos übertrieben, welchen Aufwand manche für den Instagram Feed betreiben. Nur einen Filter zu verwenden würde mich schon mal ziemlich einschränken und das würde ich auch gar nicht wollen. Ich sehe es wie du. Instagram ist für mich ein Ort für kleine private Einblicke. Klar, ich mag schöne Fotos, ich würde nichts posten wollen, das unscharf oder zu dunkel ist, aber man kann es auch einfach übertrieiben, finde ich.

  7. Hi

    Ich bin nicht auf instagram – bitte mach weiterhin deinen blog 😉

    Aber ich ja ich verstehe deine Sorge der Ironie an der Sache, es ist ganz schön verzwickt, aber es kommt darauf an was man machen möchte bzw. erreichen möchte mit seinem Blog.

    LG
    Mina

    1. Liebe Mina, ich habe eigentlich nicht vor den Blog aufzugeben. Dafür liegt er mir zu sehr am Herzen. Und du hast vollkommen recht, es kommt auch darauf an, was man erreichen möchte. Mir ist immer noch der Blog am wichtigsten, Instagram läuft so mit. Ich mag Instagram sehr gerne, aber eben anders als den Blog.

  8. Instagram ist für mich auch „nur“ etwas um Momente darzustellen. Kleine Einblicke geben so wie du das oben erwähnt hast. An manchen Tagen haben ich Lust 3 Bilder zu posten. Dann poste ich zwei Tage gar nichts. Dann ist mein Foto eben mein Foto und nicht durchgestylt. Okay vielleicht hab ich die störende Verpackung aus dem Hintergrund geschoben, aber ich habe das Foto jetzt in dem Moment gemacht in dem ich den Kaffee trinke, eine Blume sehe oder was ich auch sonst poste. Ich habe nicht überlegt: was würde sich heute gut in meinem Feed machen, was inszeniere ich heute. Dafür sieht mein Feed eben so aus wie es aussieht. Wie das Feed eines Menschen ohne Glanz und Gloria. Ja manchmal denke ich mir, wenn du wirklich nur absolut passende Sachen posten würdest, dann hättest du bestimmt mehr Follower.
    Und dann frage ich mich: wofür brauche ich die denn? Und was hätten die von meiner Inszenierung?
    Und dann bin ich einfach ich und poste manchmal was und manchmal nichts und freue mich wenn meine Follower unter denen ich einige tatsächlich kenne mein Bild liken oder etwas schreiben. Weil ich mich ann wirklich mit ihnen austauschen kann. Und ist doch völlig ausreichend oder?

    1. Ich kann nur sagen, ich mag deinen Insta-Feed sehr gerne! Mich persönlich interessieren kleine private Einblicke. Ich sehe mir – wie bereits jemand hier gesagt hat – selten den ganzen Feed an, sondern nur die Fotos, die in meiner Timeline erscheinen. Und gerade „privatere“ Fotos tragen dazu bei, die Person etwas näher „kennenzulernen“. Ich denke mir oft, ich hätte gerne auch perfekte Fotos, aber zu viel Perfektheit ist dann doch wieder langweilig… Schön übrigens zu lesen, dass hier viele wie ich denken!

  9. Was mich an Instagram Fotos sehr stört, sind einfach diese super inszenierten Fotos, die mit dem wirklichen Leben nichts zu tun haben!
    Liebe Grüße an dich
    Alnis
    http://alnisfescerblog.com

    1. Ja das stimmt, da hast du nicht unrecht.

  10. Ich überlege auch schon länger, ob ich noch am Ball bleiben soll. Mein Blog und mein Instagram Account waren noch nie groß, weil ich vielleicht nicht die Person bin, die die Zielgruppe 13-15 anspricht oder weil ich auch gern meine Meinung sage und nicht alles toll finde. Am Anfang hat mir bloggen noch richtig Spaß gemacht, aber mittlerweile frage ich mich manchmal wofür. Man bekommt als kleiner Blogger nichts geschickt, wenn man anfragt heißt es man sei zu klein und ich habe generell das Gefühl dass sich die Medien in der Beautywelt und auch generell stark verändert haben. Ich schaue schon viel weniger Youtuber und lese nicht mehr so viele Blogs. Habe sehr stark aussortiert, weil die Glaubwürdigkeit bei vielen ein Problem war und ich nicht immer nur dasselbe auf verschiedenen Kanälen sehen wollte. Schade alles, ich hoffe, das wird sich wieder ändern…

    1. Ich kann dich gut verstehen. Ich habe mir in der Vergangenheit auch sehr oft gedacht, dass es wohl besser wäre das Handtuch zu werfen. Mein Blog ist ja selbst nicht besonders groß und ehrlich gesagt fühlte ich mich manchmal schon etwas übergangen… Allerdings versuche ich mir dann immer klar zu machen, warum ich eigentlich mit dem Bloggen angefangen habe. Da wusste ich noch gar nicht, dass es sowas wie PR-Samples überhaupt gibt. Natürlich ist es manchmal frustrierend zu sehen, welche tollen Zusammenarbeiten manche Blogger haben, so geht es mir immer noch. Aber inzwischen kaufe ich mir die Sachen einfach die mich interessieren. Aber du hast schon recht, die Beautywelt hat sich durch Blogs ziemlich verändert. Heutzutage ist es ja schon fast unmöglich, dass Blogger andere Blogger verlinken. Früher war das eher eine Gemeinschaft, heute sind viele Einzelkämpfer, die lieber über Kooperationen schweigen als zusammen zu arbeiten. Das finde ich sehr schade, denn ich würde mir viel mehr Zusammenhalt unter Bloggern wünschen…

  11. Huhu Viktoria,

    dieser Post hat das Loch ins Schwarze getroffen … es sind genau meine Gedanken in richtige Worte zusammengefasst – danke! Früher – als ich vor fünf Jahren angefangen habe – gab es noch (das weiß ich noch) auf Kleiderkreisel Threads, in denen man neue, kleine, persönliche, süße Blogs kennenlernen konnte. Wir kommentierten gegenseitig unsere Posts und gaben uns auch Kritik. Mit der Zeit verschwanden die und es gibt nur entweder große, professionelle Blogger oder eben kleine, unbekannte. Auch verschwanden immer mehr ehrliche Kommentare unter meinen Posts.
    Die Blogs, die ich so gerne las, waren nicht mehr da / wurden gelöscht, was ich sehr schade fand. Meine Feed-Liste schrumpfte und schrumpfte, ich hatte irgendwie kaum noch Lesestoff. Ein paar Mal begegenete ich dann ganz überrascht einigen Ex-Bloggern auf Instagram. Ich freute mich natürlich zuerst! Darüber, dass ich ihnen wieder folgen und mich inspirieren lassen kann. Aber dann wurde mir bewusst, dass ich eigentlich ziemlich traurig über die Tatsache bin, dass sie nicht mehr „richtig“ bloggen. Mit Text.

    Ich bin auch kein großer Blogger oder Instagramer, aber mein Blog ist mein kleines „Baby“ – das würde ich nicht gegen Instagram „eintauschen“ wollen.

    Liebe Grüße
    Mimi

    1. Hi Mimi,
      an die Kleiderkreisel-Posts kann ich mich auch noch erinnnern. 🙂
      Ich muss gestehen, dass ich mich was das Kommentieren angeht selbst an der Nase nehmen muss. Ich habe früher viel mehr kommentiert. Heute lese ich zwar noch, aber – warum auch immer – ich kommentiere sehr wenig. Da muss ich noch an mir arbeiten. Aber ich gebe dir auf jeden Fall recht, ich bin ja jetzt selbst seit 2006 Blogger und früher war das anders. Wenn man heute sieht, mit welcher „Skrupellosigkeit“ manchmal vorgegangen wird, möchte ich den guten alten Zeiten wirklich manchmal nachweinen. Klar, es war nicht alles gut damals, aber es war anders. Und manche Dinge, die sich in letzter Zeit geändert haben, kann ich einfach nicht nur gut heißen…

  12. Diese ganzen „Instablogger“ gehen mir mittlerweile ehrlich gesagt ziemlich auf die Nerven, denn für mich sind das keine Blogger. Es ist doch wirklich nicht viel Aufwand, drei Fotos am Tag zu posten. An einem Artikel sitzt man hingegen mehrere Stunden. Ich würde meinen Blog jedoch nie und nimmer für Instagram oder Facebook aufgeben. Mir geht es nicht nur um hübsche Bilder, sondern auch um informative Texte.

    1. Ich gebe dir 100%ig recht, dass Texte für Blogs aufwändiger sind als für Instagram. Da bin ich vollkommen deiner Meinung. Ich glaube aber, dass schöne Instagram Fotos auch nicht unaufwändig sein können. Wenn ich mir denke, wie lange ich oft für ein Foto brauche, weil ich dieses und jenes umpositioniere, dort noch etwas dazulege oder weg nehmen… Ich glaube, das kann auch ganz schön viel Zeit drauf gehen. Aber natürlich ist man dann bei den Texten schneller, das ist keine Frage.

  13. Sehr guter Post. Ich selbst habe zwar einen Insta-Account – gestehe aber hier und jetzt öffentlich… Ich finds doof! Nennt mich altmodisch aber ich möchte schreiben.
    Ich dachte auch… „Das braucht man heutzutage!“ aber es nervt mich einfach nur. Ich werde mir ein Beispiel an Melanie nehmen und mich von dort verabschieden… ein Ding weniger um das man sich kümmern muss.
    Danke für diesen Denkanstoß und die einfachste aller Lösungen
    Lieben Gruß
    Ivonne

    1. Ich glaube, so rigoros um mich von Instagram abzumelden könnte ich nicht sein, Respekt wenn du das schaffst. Ich mag Instagram eigentlich ja immer noch. Ich mag nur die Richtung weniger in die es geht bzw. die „Regeln“ die man beachten „muss“. Aber du hast schon recht: Ein Ding weniger, um das man sich kümmern muss. Da ist was wahres dran und es kommt ja ohnehin so viel zusammen…

  14. Deine Gedanken waren sehr interessant zu lesen und ist echt ein spannendes Thema. … mit der follower zahl da hast du vollkommen recht….

  15. Deine Gedanken waren sehr interessant zu lesen.gerne öfters solche Posts

  16. Schwieriges Thema. Ich stimme dir absolut zu, dass es irgendwie ärgerlich ist, dass ein Blog, in den pro Post viele Stunden Arbeit, Recherche, etc. stecken mit einem Instagram-Profil gleichgesetzt wird – wobei momentan der Instagram Account fast „wichtiger“ ist wie du schon sagst.
    In meinem Fall muss ich sagen, dass ich in Instagram einfach nicht ansatzweise soviel Energie reinstecke wie in einen Blogpost. Dort poste ich eher was ich gerade mache – ohne die perfekte Inszenierung. Vieles an Instagram hat sich inhaltlich einfach Richtung Blog gewandelt würde ich sagen. Es sind, vor allem bei den großen Accounts, keine Momentaufnahmen mehr, sondern geplante und perfekt inszenierte Bilder und Situationen. Das finde ich auch gar nicht verwerflich, denn schließlich gucken wir uns alle gerne ästhetisch ansprechende Bilder an. Schade ist es aber halt wirklich, dass Blogs, die nicht mit einem großen Instagram-Account verbunden sind, kaum mehr ernst genommen werden, weil „doch jeder Instagram hat“ und man seine Leser doch genauso auf Instagram up-to-date halten sollte. Die Frage ist: Wieso – wenn man doch über den Blog kommuniziert?! Anyway, spannendes Thema und ich bin gespannt wie sich das in den nächsten Monaten entwickelt.

    1. Ich finde einfach dass es immer noch einen großen Unterschied zwischen Blog und Instagram gibt. Ich (als Blogger) verwende Instagram als Neben-Kanal zum Blog. Die Hauptenergie wird in den Blog gesteckt. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass man viel mehr raus holen kann, wenn man „nur“ Instagrammer ist. Leider sehen das aber viele Unternehmen nicht und ihnen ist auch nicht klar, wie kurzlebig Instagram ist. Ein Artikel am Blog bleibt quasi „ewig“ online und kann auch nach Jahren noch gefunden werden. Bei Instagram ist er irgendwann „weg“.

      1. Da hast du absolut Recht. Zwar rutschen Blogeinträge wie auch Instagram-Fotos auf der eigenen Seite nach unten – durch Google z.B. werden Blog-Artikel aber auch Jahre später noch immer gefunden und gelesen. Manchmal vor allem Jahre später.
        Viele Unternehmen wissen halt einfach noch viel zu wenig über soziale Netzwerke und Werbung im Internet allgemein. Vielleicht kann man es so sagen:
        Der Blog ist mittlerweile „alt bewährt“ – funktioniert aber immer noch genauso gut – wenn nicht sogar besser.
        Instagram ist vor allem ein Trend, der sich bisher aber gut hält und viel Aufmerksamkeit auf sich zieht – das bekommen die Unternehmen natürlich mit und springen auf den Zug auf.

        1. Da stimme ich dir auf jeden Fall zu. Wenn man mich fragen würde, würde ich immer wieder zum Blog raten. Vor allem, weil das einfach langfristiger ist, wenn man da guten Content hat. Instagram ist eben leichter, da kann man auch als Nicht-Blogger ziemlich schnell „Erfolg“ haben, wenn man es schafft, die richtigen Bilder zu posten und die Masse anzusprechen. Die Frage ist halt nur, wie lange sich das hält. Man sieht es ja auf Facebook. Inzwischen ist da quasi jeder, aber so richtig interessierten tut es nur noch die wenigsten…

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