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Christmas Gift Guide: Lieblingsbücher

Christmas Gift Guide: Lieblingsbücher

Bücher zu Weihnachten? Wenn es nach mir geht, auf jeden Fall! Denn gerade in den Weihnachtsferien habe ich endlich einmal Zeit mich ohne schlechtes Gewissen fast einen ganzen Tag auf die Couch zu kuscheln und alles zu lesen, was ich in die Finger bekomme. Leseratten wie mir kann man daher mit Büchern eine richtig große Freude machen und da ich ohnehin ein kleines Vermögen bei Amazon lasse, bekomme ich zu Weihnachten oder zum Geburtstag manchmal Gutscheinkarten mit denen ich mir dann Lesenachschub bestellen kann.
Auf meine Frage, worüber ihr mehr auf dem Blog lesen möchtet, haben einige von euch mit Büchern geantwortet. Ich hatte eigentlich schon länger einmal vor, über meine Lieblingsbücher oder jene, die ich gerade lese, zu schreiben. Deshalb gibt es heute den Christmas Gift Guide: Lieblingsbücher. Alle Bücher habe ich gekauft und gelesen und jedes davon hatte auf seine Art etwas, das mich fasziniert und berührt hat. Thematisch sind es durchwegs komplett unterschiedliche Bücher, aber ich lese mich gerne durch alle möglichen Genres und probiere auch mal Neues aus. Vor allem, seit ich das Kindle habe, kaufe ich mir gerne auch Bücher, die es nur für den E-Reader gibt. Nicht selten sind das Nachwuchsautoren die nicht über einen großen Verlag publizieren, ganz wunderbar schreiben und die Bücher gibt es oftmals schon um 2 bis 4 Euro.

 

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Ich möchte, was die Bücher betrifft, nicht zu sehr spoilern, daher gibt es jeweils nur eine kurze Inhaltsangabe und ich versuche zu erzählen, was mich am meisten fasziniert hat. Eigentlich wollte ich euch in diesem Post acht Bücher vorstellen, ich belasse es aber erstmal bei vier, sonst wird es zu lang. Falls euch solche Posts gefallen, lasst es mich gerne wissen, dann mache ich in naher Zukunft einfach mit den anderen vier Büchern weiter, die ich mir überlegt hatte. Falls ihr selbst Bücherempfehlungen habt, bitte immer her damit. Ich brauche gerade für Weihnachten wieder viel Lesestoff!

 

 

1 | „Der Kuss des Kjer“ – Lynn Raven

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51RAzMlRY5LBis vor ca. einem Jahr, habe ich keine Fantasy-Bücher gelesen, weil ich – ja lacht ruhig – immer dachte, die wären wie Herr der Ringe, mit unzähligen Wesen, in deren Welten und Charakterzüge man sich ewig einlesen muss. Irgendwann erschien „Der Kuss des Kjer“ in meiner Empfehlungsliste und ich habe das Buch lange ignoriert. Erst als mir letztes Jahr zu Weihnachten jeglicher Lesestoff ausging, habe ich es mir mit einem Gutschein bestellt. Wenn es schon nichts taugt, habe ich wenigstens nichts dafür bezahlt, dachte ich mir damals. Naja, manchmal kommt es anders als man denkt und so ging es mir mit dem Buch. Es geht um Liljanas eine junge Heilerin, die von Mordan, dem ersten Heerführer der kriegerischen Kjer, gefangen genommen und entführt wird. Während Mordan nur daran denkt, seinen Auftrag auszuführen, will Liljanas nur eines: Fliehen. Dabei ist sie aber keine weinerliche Gefangene, sondern hat eine starke Persönlichkeit, ist stur und bietet Mordan die Stirn. Mit der Zeit entwickelt sich eine rührende Liebesgeschichte, ohne zuviel kitschige Romantik und ohne seufzendes in die Arme sinken. Man fiebert richtig mit, wünscht den beiden, dass sie alle Hinternisse überwinden und zusammenkommen, versteht aber auch, warum es Vorbehalte gibt. Am Buch hat mich der Schreibstil von Lynn Raven wirklich fasziniert, sie schafft es Bilder mir ihren Worten zu zeichnen, schreibt poetisch und tiefgehend. Man taucht in die Geschichte ein und möchte das Buch einfach nicht mehr aus den Händen legen. Ich habe nach diesem Buch noch einige weitere Werke der Autorin (Der Spiegel von Feuer und Eis sowie Blutbraut) gelesen, aber kein anderes ging mir so ans Herz wie dieses hier.

 

2 | „Nachtlilien“ – Siri Lindberg

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NachtlilienDas ist eines der Bücher, die es nur fürs Kindle gibt, daher ist es mit 4,99 Euro auch richtig günstig. Ich glaube, es tauchte in meiner Empfehlungsliste auf, weil ich „Der Kuss des Kjer“ gelesen hatte. Das Buch ist auch durchaus ähnlich, auch es spielt in einer fantastischen Umgebung und ist durchaus erwachsen geschrieben. Der Erzählstil war für mich ansprechend, ebenfalls ein wenig poetisch wie bei Lynn Raven. Ich lese durchaus manchmal  „leichte Kost“, aber die Geschichte kann noch so toll sein, wenn jeder Satz aus nur 5 Wörtern besteht und sie geschrieben ist wie der Schüleraufsatz eines 12-jährigen, mag ich es einfach nicht lesen. Im Buch geht es um Jerusha, die mit dem Spiegelmacher Dario verlob ist. Auf ihr lastet ein Fluch, demnach alle Frauen ihrer Familie dazu verdammt sind, denjenigen zu verraten, den sie am meisten lieben. Jerusha beschließt diesen Fluch zu brechen und macht sich auf eine Reise um herauszufinden, wie dies zu schaffen ist. Zeitgleich erzählt das Buch vom jungen, verletzten Krieger Kiéran, der sein Augenlicht verloren hat und in einem Kloster gesund gepflegt wird. Jerusha und Kiéran treffen sich, verlieren einander jedoch wieder aus den Augen. Irgendwann treffen sie sich wieder und nehmen Jerushas Suche und Reise gemeinsam auf. Natürlich entwickeln sie auch Gefühle füreinander, obwohl Jerusha Schuldgefühle wegen ihres Verlobten hat. Außerdem plagt sie die Angst, der Fluch könnte sie dazu zwingen Kiéran zu verraten. Auf der Reise erleben die zwei viele Abendteuer, kommen in gefährliche Situationen und entdecken fremde Länder, die Siri Lindberg mit viel Phantasie beschreibt. So hat man das Gefühl, dass sich während es Lesens im Kopf eine kleine Landkarte bildet und man sieht regelrecht vor sich, wie die Reiseroute von Jerusha und Kiéran verläuft. Ich mag die Tiefe der Figuren, die Charakterzüge, die Siri Lindberg ihnen verleiht. Nichts an diesem Buch ist oberflächlich, Abenteuer und Liebesgeschichte werden auf eine wunderschöne Art und Weise verbunden und auch in diesem Buch ist die Hauptfigur eine starke Frau, die sich nicht alles gefallen lässt.

 

3 | „Kafka am Strand“ – Haruki Murakami

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Kafka am StrandHaruki Murakami zählt schon sehr lange zu meinen Lieblingsautoren. Nicht umsonst wird er  fast jedes Jahr als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für den Literaturnobelpreis genannt. Leider hatte auch dieses Jahr ein anderer (Patrick Modiano) die Nase vorn, was mich aber nicht davon abhält, Murakamis Bücher zu lesen. Nach Naokos Lächeln, Hard-boiled Wonderland und Mister Aufziehvogel ist Kafka am Strand mein Lieblingsbuch von Murakami. Der eine Erzählstrang handelt vom 15-jährigen Kafka Tamura, der an seinem Geburtstag von zuhause ausreißt und flüchtet. Auf seiner Reise freundet er sich mit dem Bibliothekar Oshima an und  verliebt er sich in die um einiges ältere Saeki. Im zweiten Erzählstrang geht es um den geistig verwirrten „Katzenflüsterer “ Nakata, der glaubt in einen Mordfall verwickelt zu sein. Er verlässt Tokio und kommt auch in die Bibliothek von Oshima.
Ich liebe den Schreibstil von Murakami. Er schreibt so, wie ich es gerne können möchte und zeichnet höchst interessante und liebevoll detaillierte Bilder seiner Protagonisten. Wie es in einer Rezension des Buches heißt, so ist das Buch historischer, mythologischer, philosophischer und schicksalshafter Roman, Märchen, Krimi und Tragödie in einem. Es ist verwirrend, absurd und vieldeutig, man kann es nicht nebenbei lesen, sondern muss sich darauf einlassen, wird jedoch auf jeder Seite dafür belohnt.

 

4 | „Juliet Naked“ – Nick Hornby

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Juliet NakedNick Hornby ist spätestens seit der „About a Boy“-Verfilmung mit Hugh Grand (Ich liebe das Zitat Es gibt Leute, die sind Inseln! Ich bin eine! Ich bin Ibiza) ein Begriff. Auch in Juliet Naked macht Nick Hornby das was er am besten kann: Über Musik, die Liebe und die Überraschungen, die das Leben für alle bereit hält zu schreiben. Ich mag die Authentizität an Hornbys Büchern, die Tatsache, dass sich alles genau so auch „im echten Leben“ hätte abspielen können, dass die Schicksale der Protagonisten sich so hätten verweben können. Im Buch geht es um das kinderlose Paar Annie und Duncan und um den ehemaligen Singer-Songwriter Tucker Crowe. Duncan ist ein großer Fan des Rockstars und betreibt eine Fansite. Annie, die Duncans Obsession für Crowe zeitweise nervt, unternimmt trotzdem gemeinsam mit Duncan eine Art Pilgerreise nach Amerika. Durch ein nach 20 Jahren erschienenes Album des Sängers kommt auch Annie plötzlich in Kontakt mit ihm und wir erfahren, dass Crowe ganz bestimmt kein leuchtendes Licht sondern ein gealterter, fast mittelloser Loser ist. Nick Hornby Humor kommt immer zur richtigen Zeit, er entwaffnet damit und lässt seine Figuren wahrscheinlich gerade deshalb unheimlich sympathisch wirken, auch wenn sie sich manchmal ungemein dämlich verhalten. Hornby schildert eine Beziehungsproblematik, die vielen bekannt vorkommt, er schafft es aber, uns durch seinen Humor und die spritzigen Dialoge zum Schmunzeln zu bringen und ernste Dinge, gar nicht so ernst zu nehmen.

 

Eine Winter Reading List findet ihr zum Beispiel auch bei The Daily Dose.

 

Enthält Amazon-Affiliate-Links.

 

1 comment

  1. Danke für die Tipps! Murakami liebe ich, hab ich aber auch schon lange nicht mehr gelesen, da schaue ich gleich mal rein. Ich empfehle trotz des Hypes „Das Lied von Eis und Feuer“ von George Martin. Oder auch „Das Rosie-Projekt“ von Graeme Simsion, das habe ich gerade fertig! Superschöne Liebesgeschichte über einen asutralischen Assistenzprofessor mit Aspergersyndrom, der systemastich nach seiner Ehefrau sucht, was nicht so klappt wie erwartet.

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