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Weißt du wie es ist verlorgen zu gehen?

Weißt du wie es ist verlorgen zu gehen?

Würdest du mich sehen, wenn ich dort leben würde, wo es so ist wie du es dir nicht gewünscht hast? Wo das Licht mir das Glitzern ins Herz schummelt, dorthin wo sonst Finsternis ist. Leben. Mit all den Konsequenzen und der Überredungskunst morgens doch aus dem Bett zu kommen. Wenn du mir einen Grund nennen würdest, würde ich bleiben. Nur einen. Weißt du wie es ist zu versagen? Sein Leben nicht zu leben, weil man weiß, dass man es besser könnte, obwohl man es nicht kann? Weißt du wie es ist zu vergessen wer man sein wollte, bevor man zu dem wurde was man ist? Zu etwas, das man selbst nicht erkennt, wenn man es im Spiegel trifft. Welten entfernt und doch fest verbunden durch ein unsichtbares Band aus Gleichgültigkeit, das einmal Hoffnung und Träume war. Wertlos auf dem kalten Steinboden zerbrochen in Scherben, in denen sich die Welt spiegelt. Die Welt, die nichts mehr bedeutet. Weißt du wie es ist verloren zu gehen? Auf den Meeresgrund zu sinken? Dann kennst du mich, denn ich bin diejenige, die dir deine Gedanken zuflüstert, wenn du vor dem Spiegel stehst und in fremde Augen blickst. Fremde Augen, die an dir vorbeisehen, in eine Zukunft, die du dir nicht wünscht, in ein Leben, das nicht deines ist und aus dem du trotzdem niemals fortlaufen kannst. Und obwohl dir alle etwas anderes sagen, gibt es nur eines, das gegen ein verkorktes Leben hilft.

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