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If I could touch you one more time I’d take you where tomorrow wouldn’t find us…

If I could touch you one more time I’d take you where tomorrow wouldn’t find us…

Manchmal sitze ich da und beobachte an der Grenze zwischen Tag und Nacht wie das Dunkel seine kalten, knöchernen Finger nach dem Licht ausstreckt. Und so sehr es sich auch wehrt und dagegen kämpft, am Ende ist doch immer die Nacht der Sieger und erstickt alle Farben und Lichter unter einer dicken Decke aus grauem Nebel. Dass das Licht stirbt macht mich nicht traurig, denn wenn es dunkel ist, kann ich die Welt nicht sehen, die lachenden Gesichter, die Träume. Ich sitze da und denke darüber nach, wie es wäre, das zu haben was ich nicht bereit bin zu geben und meine Gedanken kreisen wie schwarze Vögel über meinem Kopf. Der Verlust, der Schmerz, ich will meine Augen zukneifen, meine Ohren zuhalten. Stille. Nichts hören. Nichts fühlen. Die Zeit heilt nicht alle Wunden, das ist eine Lüge. Sie überdeckt die Ereignisse nur, doch der Schmerz versteckt sich in einer dunklen Ecke und wenn ich meine Augen öffne und nach vorne blicke, dann sehe ich das schwarze Loch dass du hinterlassen hast, als du an einen Ort gegangen bist, an den ich dir nicht folgen konnte. Deshalb blicke ich nicht nach vorne sondern zurück und stelle mir vor, dass das große schwarze Loch nicht da ist, dass ich den Schmerz nicht fühle, dass ich noch in der Welt lebe, in der ich Träume habe. Wenn die Nacht den Tag besiegt, dann klammere ich mich an die Erinnerungen und hoffe, dass es am nächsten Tag genauso ist, denn dann verdeckt die Dunkelheit das schwarze Loch und ich kann es nicht sehen. Nur fühlen… 

2 comments

  1. Du sprichst mir aus der Seele. Wahnsinn, welche wundervolle und zugleich traurigen Worte du findest.

  2. du schreibst einfach NUR toll!

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