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Meine Erfahrung mit EMS-Training – M.A.N.D.U. Rückentour

Meine Erfahrung mit EMS-Training – M.A.N.D.U. Rückentour

Im Herbst bekam ich eine Kooperationsanfrage, über die ich mich besonders gefreut habe. Ich wurde eingeladen bei der M.A.N.D.U. Rückentour dabei zu sein und anschließend über meine Erfahrung mit EMS-Training zu berichten. Über EMS-Training hatte ich schon einiges gelesen und wollte es unbedingt auch einmal selbst probieren. 15 Minuten Training in der Woche klingt auf jeden Fall schaffbar, auch wenn man berufstätig ist. Also habe ich mich gewogen und vermessen und bin voll motiviert nach Deutschlandsberg gefahren.

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Die M.A.N.D.U. Rückentour

Vor dem M.A.N.D.U. Studio in Deutschlandsberg stand bereits der Rückentour Bus. An Board erwartete mich Sporttherapeut Andreas, bereit eine ganze Reihe von Messungen mit mir durchzuführen. Bei der Rückentour ging es ganz generell darum wichtige (sportliche) Schritte gegen Rückenschmerzen zu setzen bzw. die Muskeln zu stärken und Rückenschmerzen so gezielt vorzubeugen.

Rückenschmerzen sind bei mir durch das viele Sitzen im Büro immer wieder ein Thema und ich merke genau, wenn ich (zu) wenig Sport mache. Dann mag mich auch mein Rücken nicht. Generell gesehen sitzen wir viel zu viel, das wissen wir auch. Aber die Jobs finden eben einfach im Büro statt und die paar Schritte, die ich zu Terminen gehe, sind eigentlich nicht der Rede wert. Umso wichtiger ist es für mich, meinen Rücken gezielt zu trainieren und zu schauen, dass ich an den richtigen Stellen Muskeln habe, die vor allem stützende Funktion haben.

Im Bus wurde zuerst mein allgemeiner Fitnesszustand gemessen. Mir wurden Elektroden an die Hand- und Fußgelenge geklebt und ich musste ganz ruhig sitzen bleiben. Die Auswertung ergab, dass mein Fit-Level erfreulicherweise gar nicht mal so schlecht war. 4 von 5 Punkten und einen Ruhepuls von 62 fand auch Andreas durchaus ganz passabel.

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Anschließend wurde auch quasi die Stärke meiner Muskeln gemessen. Dafür musste ich an Fitnessgeräten in einer bestimmten Position eine gewisse Zeit lang gegen einen Widerstand drücken und meine Kraft wurde in Nm bestimmt. Dies haben wir für verschiedene Bereiche und Muskelgruppen gemacht, der Fokus lag natürlich am Rücken bzw. Rumpf. Die Ergebnisse im Vergleich gibt’s weiter unten. Nach dem Test war klar, welche Bereiche bei mir schon recht gut und welche verbesserungswürdig waren. Darauf sollte dann später im EMS-Training selbst speziell eingegangen werden.

 

Was ist das M.A.N.D.U. EMS-Training überhaupt?

Bevor ich dir Genaueres zu meiner Erfahrung mit EMS-Training erzähle, möchte ich einmal ganz generell zusammenfassen, was man überhaupt unter dem M.A.N.D.U. EMS-Training versteht und was es verspricht.

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Zum Training wird man in einen speziellen Anzug gesteckt und mit Elektroden verkabelt. Diese leiten dann den Strom bzw. Impuls gezielt an Stellen an den Armen, Beinen und am Po. Ganz allgemein gesagt, kontrahiert ein Muskel durch „Stromimpulse“ aus dem Gehirn. Laut M.A.N.D.U. ist es jedoch egal, ob der Stromimpuls dabei vom Gehirn kommt oder von außen erzeugt wird. Dies macht sich die EMS-Technologie zu Nutze und setzt stärkere Reize von außen, somit kontrahiert der Muskel stärker, als wenn der Reiz nur vom Gehirn kommt. 

Durch unterschiedliche Übungen während der Reizimpulse trainiert man außerdem niemals einen Muskel alleine, sondern immer gleichzeitig auch den Gegenspieler – also zum Beispiel Bizeps und Trizeps – sowie verschiedene Muskelgruppen. Somit hat man kein isoliertes Training. EMS-Training ist gelenkschonend und man kann auch damit anfangen, wenn man noch nicht ganz so fit ist. Dadurch, dass man immer persönlich betreut ist, kann die Trainerin gezielt auf persönliche Wünsche oder Probleme eingehen.

 

Noch ein paar Fakten:

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  • Das Training dauert 15 Minuten.
  • Man muss nichts mitnehmen, Shirt, Tights, Weste sowie Handtuch bekommt man, wenn man möchte, vor Ort gestellt.
  • Termine kann man vor Ort, über das Online-Buchungssystem oder per Telefon beim ServiceCenter vereinbaren.
  • Ist man in einem M.A.N.D.U. Studio Mitglied, kann man an allen 50 Standorten trainieren – also zum Beispiel auch auf Geschäftsreisen oder im Urlaub.
  • Es gibt eine Vielzahl an Paketen und Tarife aus denen man wählen kann (alle Tarife hier).

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Meine Erfahrung mit EMS-Training

Als ich das erste Mal zum Training ging, hatte ich ehrlich gesagt ein bisschen Bammel. Oder lass es mich so ausdrücken: Ich hatte Angst vor dem Strom. Meine Trainerin war aber unglaublich nett und meinte, sie würde am Anfang nur ganz wenig Strom fließen lassen und ich könne sofort Stopp rufen, wenn es mir zu viel werden würde.

Also „befüllten“ wir nach und nach alle Muskelbereiche mit Reizen. Man fühlt zuerst nur ein ganz leichtes Kribbeln, das sich langsam steigert, je stärker man den Impuls aufdreht. An manchen Stellen fühlt es sich eher an wie eine Massage, unangenehm war es aber gar nicht und hat auch mit einem Stromschlag oder ähnlichem überhaupt gar nichts zu tun.

Danach ging es auch schon los mit dem Training. Meine Trainerin zeigte mir Übungen vor und ich machte sie nach. Dabei richtete sie mich immer ein, gab mir Hinweise zur Bein- und Armhaltung und korrigierte mich, wenn nötig. Wichtig ist, dass man in der Impulsphase – es gibt eine Phase in der Impuls fließt und eine, in der nichts passiert – die Muskeln so gut wie möglich anspannt, damit das Training bestmöglich wirken kann.

 

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Manche Übungen führten wir ohne Geräte durch, bei anderen bekam ich einen Stab oder auch Smovey Ringe in die Hand. Manchmal musste ich gegen die Muskelkraft meiner Trainerin und gegen den Impuls arbeiten. Die Schwierigkeit der Übungen und die Intensität der Impulse haben wir jeweils pro Training gesteigert. Auf meiner persönlichen Karte, die man als Kunde im Studio bekommt, wurde die Intensität gespeichert, damit wir beim nächsten Training genau dort anknüpfen konnten.

 

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Manche Übungen fielen mir leicht, andere wiederum waren richtig, richtig tricky. Vor allem wenn man weiß, dass man eigentlich den Arm heben soll, aber der Arm durch den Impuls genau das Gegenteil machen möchte. Das hat die Wirkung, das vermeintlich ganz, ganz einfache Übungen wirklich richtig anstrengend werden und man das Gefühl hat, man würde eine 100 kg schwere Hantel in die Höhe stemmen.

Aber ich habe auch gemerkt, dass ich von Training zu Training besser wurde und das war sehr motivierend. Die 15 Minuten vergingen wirklich immer wie im Flug und ich konnte es kaum glauben, dass mein Training schon wieder vorbei war. Allerdings war es auch sehr anstrengend, da wir in den 15 Minuten immer Vollgas gegeben haben und ich nicht geschont wurde. Natürlich hätte ich immer sagen können, dann ich weniger Intensität haben möchte, aber ich war motiviert und wollte auch einfach schauen, wie viel ich schaffen kann. Einmal musste ich kurz unterbrechen und die Intensität nach unten regeln lassen weil ich merkte, dass es doch zu viel Impuls war und meine Arme das nicht ganz so toll fanden.

Während ich die Impulse am Hintern und den Oberschenkeln eigentlich durchwegs als angenehm empfand, war es an den Oberarmen und am Bauch nicht immer ganz so toll. Vor allem, wenn ich meine Muskeln in den Arealen nicht angespannt hatte merkte man schnell, dass das die bessere Wahl gewesen wäre.

 

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Meine Erfahrung mit EMS-Training: Die Resultate

Das ist wahrscheinlich etwas, das die meisten brennend interessiert. Auch mich natürlich, deshalb habe ich mich vor Beginn meiner EMS-Trainingsphase genau vermessen und gewogen. Zusätzlich wurde im Studio auch noch vorher und nachher eine Fettmessung durchgeführt. Nach 6 Trainings kam auch wieder Sporttherapeut Andreas mit seinem Bus vorbei und checkte mich durch. Ich konnte nach 6 Wochen folgende Resultate vorweisen:

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  • Körperfett: –0,8 %
  • Gewicht: – 0,5 kg
  • Zentimeter: – 3 cm an der Hüfte, – 2 cm an den Oberschenkeln, – 3 cm am Bauch

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Außerdem sieht meine Kraftentwicklung bei den Muskelgruppen Rücken und Bauch wie folgt aus:

VORHER:

Erfahrungen Mandu EMS Training Rueckentour vorher

 

NACHHER:

Erfahrungen Mandu EMS Training Rueckentour nachher

 

Man sieht also durchaus, dass ich meine Kraft ein bisschen steigern konnte. Natürlich habe ich jetzt keine 10 kg verloren – das war auch nicht der Plan – aber ein paar Ergebnisse sieht man schon. Vor allem, dass ich wirklich „stärker“ geworden bin, fand ich schon sehr motivierend und das vor allem an meinen Problemstellen dem Rücken und dem Bauch.

 

Meine Erfahrung mit EMS-Training: Mein Fazit

Was mir am M.A.N.D.U. EMS-Training sehr gut gefallen hat ist, dass man realistisch bleibt. Meine Trainerin hat ganz klar gesagt, dass 15 Minuten EMS-Training pro Woche kein Wundermittel sind. Sie empfiehlt auf jeden Fall noch zusätzliches Ausdauertraining und natürlich muss man auf seine Ernährung achten, wenn man zum Beispiel abnehmen möchte. Wenn man also neben seinem Ausdauertraining nicht gerne langes Krafttraining machen möchte, reicht laut M.A.N.D.U. ein EMS-Training pro Woche als Krafttraining aus.

Ich habe in der Zeit meines EMS-Trainings auch zusätzlich Sport gemacht und habe weitere 2 Mal trainiert, sodass ich pro Woche auf 3 Sporteinheiten kam. Als Ergänzung dazu finde ich EMS-Trainig sehr gut. Vor allem, weil man unglaublich schnell mit seiner Trainingseinheit fertig ist. Man kann auch nach dem Büro noch schnell hin, braucht sich nicht darum zu kümmern, ob man nun Sportklamotten dabei oder sie vielleicht sogar zuhause vergessen hat.

Die persönliche Betreuung durch meine Trainerin fand ich spitze. Sie hat wirklich alles sehr gut erklärt, ist auf mich eingegangen und hat immer darauf geachtet, dass ich die Übungen korrekt ausführe.

Unter diesen Rahmenbedingungen kann ich mir durchaus vorstellen, beim EMS-Training zu bleiben und auch weiter zu machen. Speziell jetzt im Winter, wo man ja draußen wirklich überhaupt nichts machen kann bzw. als Vorbereitung auf den Skiurlaub. (Dafür gibt es gerade auch ein spezielles Angebot). Vor allem das gezielte Rückentraining fand ich super, das habe ich so in der Form bei meinem Sportprogramm nicht wirklich. Außerdem hatte ich immer das Gefühl mich ausgepowert zu haben – das ist mir persönlich beim Sport wichtig – und ich spürte das auch ganz deutlich in den Muskeln. Und das alles nur in 15 Minuten. Mit Umziehen, Training und Duschen habe ich insgesamt für meine Sporteinheit nie länger als 30 Minuten gebraucht.

 

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Weiterführende Infos zum M.A.N.D.U. EMS-Training

Alle Standorte gibt’s hier.
Weitere Infos zum Training selbst gibt’s hier.

 

Werbung: Ich durfte am Training kostenlos teilnehmen.

 

0 comments

  1. Als Ergänzung zum normalen Sport wie du es gemacht hast sicher nicht schlecht. Der Anzug sieht trotzdem irgendwie gewöhnungsbedürftig aus. Für mich wäre das wohl eher nichts. Muss man wahrscheinlich selbst erst einmal ausprobieren und dann schauen…

    1. Der Anzug war einfach eine normale Sporthose und ein Shirt. Darüber dann die Weste mit den Elektroden und ein „Gürtel“ um den Hintern. 🙂
      War am Anfang wirklich gewöhnungsbedürftig, aber hat gut geklappt. Zumindest konnte ich mich damit besser bewegen als ich zuerst gedacht hätte.

  2. Nur 15 Minuten Training pro Woche? Das klingt ja echt nach dem siebten Himmel… auch wenn ich da gleich Angst hätte, das es nichts bringt 😉

    Dinge gegen Rückenschmerzen kann man aber heutzutage wohl immer brauchen, da wir alles zu viel sitzen (müssen) im Alltag. Ich mache daher 3 Mal wöchentlich eine halbe Stunde Übungen mit meinem Körpergewicht, die ich in der 11. Klasse im Sportunterricht gelernt habe. Seit ich das vor 1,5 Jahren begonnen habe, sind die Rückenschmerzen auch wieder weg und kommen nur wieder, wenn ich mehr als 8h am Tag sitze zusätzlich zu den Mahlzeiten.

    So eine Bestimmung des Fitnesszustandes würde ich auch gern mal machen, einfach aus Interesse.
    Ich glaube nämlich, dass meine Muskeln durchweg eher schlecht sind, seit ich so dünn bin, da ich enorm an Kraft verloren habe im Vergleich zu vorher.

    Das Training klingt ja echt interessant und das gezielte Training von den Muskeln und die professionelle Überwachung sind sicher ein großer Vorteil, aber ich hätte wohl das Problem, dass die Anfahrt zu lange dauern würde… Da bin ich einfach zu sehr jemand, der gern zu Hause und ganz früh morgens trainiert – das ist bei EMS wohl nicht möglich.
    Deine Trainingserfahrungen klingen aber richtig spannend. Und die Resultate können sich auch sehen lassen 🙂 Gratuliere dir!

    Liebe Grüße

    1. Also ich bin fix der Meinung, dass alleine die 15 Minuten pro Woche nichts bringen. Aber das verspricht man dort nicht, das fand ich sehr positiv. Es wird eher versucht, dass man ein Bewusstsein dafür bekommt, was man tun muss, damit man Erfolg hat. Und das EMS-Training ist davon ein Baustein. Diese Philosophie fand ich gut. Wenn man zB. sowieso an einem Studio vorbeifährt (nach der Arbeit oder so) finde ich es ganz praktisch. Klar ist es immer blöd, wenn man extra hin fahren muss, das mag ich auch nicht und mache es auch nicht. Gott sei Dank habe ich hier innerhalb von 5 Minuten wirklich tolle Möglichkeiten, so kann ich auch mit dem Rad zum Sport fahren oder manchmal bin ich im Sommer auch schon hingelaufen.

  3. Liebe Viktoria, vielen Dank für Deinen ausführlichen und ehrlichen Bericht. Ich habe auch schon öfter an ems-Training gedacht, vielleicht probiere ich es einfach mal aus. Hier in Hamburg gibt’s ja echt viele Studios. Wenns auch noch für meinen bürogeplagten Rücken gut ist, spricht ja nichts dagegen. Liebe Grüße und einen schönen 2. Advent, Claudia

    1. Ich bin gespannt wie es dir gefällt, wenn du es ausprobierst. Viel Spaß!

  4. Sehr spannend! Normal halte ich auch nicht allzu viel von diesen „Wundermitteln“ und denke das einfach eine gute Kombi aus Kraft/Ausdauer und Ernährung den gewünschten Erfolg bringen. Ist aber sicher eine Alternative wenn jemandem zB. das übliche Training mit Körpergewicht oder Hanteln garkeine Spass macht…

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.mirrorarts.at

    1. Ja genau, so sehe ich das auch. Manche Menschen brauchen ja auch zB jemanden, der sie unterstützt bei den Übungen. Da finde ich das personal Training auch erstmal von Vorteil. Leider ist es in den Studios nicht selten so, dass man als Anfänger viel zu wenig Betruung hat und dann Dinge auch einfach falsch macht. Zumindest ging es mir vor vielen Jahren mal so und ich höre es auch öfter.

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