Close
Backen bei Unverträglichkeiten: Glutenfreie Brötchen ohne Hefe

Backen bei Unverträglichkeiten: Glutenfreie Brötchen ohne Hefe

Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, musste ich in den letzten 3 Wochen eine ziemlich strenge Ausschlussdiät halten. Meine Ärztin möchte feststellen, ob meine leider immer noch anhaltenden Magenprobleme mit einer Nahrungsmittelunverträglichkeit zusammenhängen könnten. Deshalb darf ich nichts essen in dem Fruktose oder Histamin enthalten ist. Unter uns, es bleibt nicht mehr viel übrig. Ich leide daher mit allen von euch, die eine Nahrungsunverträglichkeit haben. Weil Hefe in Brot und Gebäck die Ausschüttung von Histamin begünstigen kann, habe ich beschlossen in den 4 Wochen meiner Diät Brot selbst zu backen. Unglaublich, wie viele tolle Rezepte es dafür gibt. Und so bin ich auf ein Rezept für glutenfreie Brötchen ohne Hefe gestoßen. Die Brötchen sind wahre Alleskönner, denn sie kommen ohne Ei und ohne Weizen aus, sind somit glutenfrei und darüber hinaus auch noch histaminarm, fructosefrei, sorbitfrei und ohne Soja. Und das Wichtigste: Sie schmecken.

Glutenfreies Brot backen ohne Hefe 2

Für die glutenfreien Brötchen ohne Hefe braucht man zwar ein paar mehr Zutaten als gewohnt und es sind auch ein/zwei Handgriffe mehr nötig. Trotzdem sind die Zutaten in wenigen Minuten zusammengemischt. Ich habe mich an einem Rezept von kochenohne.de orientiert, es ein bisschen adaptiert und beispielsweise unter anderem den weißen Zucker durch Vollrohrzucker ersetzt. Alle Zutaten habe ich im Reformhaus (Reformstark Martin – gibt es zum Beispiel in Graz im Citypark oder in der Shopping City Seiersberg) gekauft. Klar, man investiert da ein paar Euro mehr, aber dafür kann man dann die Brötchen öfter backen, man braucht ja nicht alle Zutaten auf einmal auf. Außerdem habe ich gesehen, dass es Reismehl inzwischen auch in normalen Supermärkten gibt, in denen es auch günstiger ist als im Reformhaus. Schneller geht Brot backen mit einer Backmischung. Dazu findet ihr gerade aktuell bei Nina einen Post für „G’Nuss Brot“. Allerdings sollte man sich bei Backmischungen darüber im Klaren sein, dass sie auch Konservierungsstoffe oder ähnliches enthalten können, mit denen man nicht gerechnet hätte. Es lohnt sich daher immer die Liste der Inhaltsstoffe zu lesen.

 

Rezept: Glutenfreie Brötchen ohne Hefe

 

Zutaten:

  • 180 g Reismehl
  • 400 g Magertopfen (Magerquark)
  • 2 Teelöffel (8 g) geriebene Bio-Zitronenschale
  • 200 g Kartoffelmehl
  • 200 g Hirsemehl
  • 40 g Amarant gepufft
  • 300 ml Wasser
  • 50 g Vollrohrzucker
  • 2 Tüten (34 g) Weinstein Backpulver (glutenfrei)
  • 4 TL (8 g) Flohsamenschalen
  • 3 EL (40 g) Butter

So wird’s gemacht:

  1. Zitronenschale abreiben und zusammen mit dem Reismehl in eine Schüssel geben. 300 ml kochendes Wasser dazu geben, gut verrühren und 15 Minuten quellen lassen.
  2. Inzwischen Hirsemehl, Kartoffelmehl, gepufften Amarant, Zucker, Backpulver und Flohsamen vermischen. Butter zerlassen und unterführen.
  3. Nach 15 Minuten den Topfen (Quark) unter die Reismehl/Wasser-Mischung rühren. Zu den restlichen Zutaten geben und einen lockeren Teig daraus kneten.
  4. Backofen auf 180 Grad vorheizen und ein Backblech mit Backpapier vorbereiten.
  5. Aus dem Teig (wenn nötig mit Hirsemehl bemehlten Händen) zwölf Brötchen formen und auf das Backblech legen. Mit einem Messer einschneiden und mit gepufftem Amarant bestreuen.
  6. Brötchen im Ofen ca. 40 Minuten backen.

Wichtig ist es, dass ihr die Zutaten genau abwiegt, damit die Brötchen etwas werden. Anders als bei „normalen“ Zutaten sollte man hier sehr genau sein. Ich nehme übrigens immer die halbe der oben angegebenen Menge und backe lieber ein weiteres mal frisch. Denn frisch schmecken die Brötchen am allerbesten.

Am liebsten esse ich die Brötchen mit Butter. Ansonsten liebe ich auch die pflanzlichen Aufstriche von Tartex, von denen ich mir ab und zu welche kaufe. Auf den Fotos seht ihr Rote Bete-Meerrettich, den zwar diesmal mein Freund essen musste, weil ich ja nicht darf.

Glutenfreies Brot backen ohne Hefe 4

Glutenfreies Brot backen ohne Hefe 5

Bisher habe ich schon normales Dinkelbrot, Haferflockenbrot und diese Brötchen gebacken und ich war jedes mal erstaunt, wie gut selbst gebackenes Brot schmeckt. Auch wenn ich es in Zukunft wieder kaufen darf, ich werde trotzdem öfter selbst backen – ganz einfach auch deshalb, weil es gut schmeckt.

Wie sieht es bei euch aus? Backt ihr eure Brot selbst?

 

Dir gefällt der Beitrag? Ich freue mich, wenn du ihn teilen magst:

7 comments

  1. Liebe Viki!
    Ich finde Brotbacken, abgesehen von Unverträglichkeiten, allgemein super wichtig! So weiß man, was alles verarbeitet wurde, und wenn man noch dazu hochwertige Zutaten verwendet ist es auch viel besser für den Körper. Letztens erst wollte ich mir eine Backmischung kaufen, aber als ich gesehen habe, WAS dort alles noch zusätzlich zu Mehl, Salz und Trockengerm dabei war, legte ich es verzichtend zurück. 🙂
    Liebe Grüße
    Sandra

    1. Da gebe ich dir zu 100 Prozent recht, liebe Sandra. Ich bin ebenfalls kein Freund von Backmischungen. Wenn ich schon backe, dann möchte ich darüber bestimmen was in den Teig kommt. Im Moment macht mir das Brotbacken auch richtig Spaß und es stört mich nicht, dass ich länger in der Küche stehe als bisher.

  2. In Backmischungen sehe ich immer wenig Sinn, denn wenn ich schon den Ofen anschmeiße, habe ich auch Zeit um 5 min lang trockene Zutaten ohne Zusatzstoffe in eine Schüssel zu wiegen.
    Brotbacken möchte ich ab Sommer auch, also dann, wenn ich ausziehe. Meine Familie leidet im Moment schon genug unter meinen komischen Vorstellungen von Ernährung.
    Liebe Grüße

    1. Stimmt, so viel Zeit erstpart man sich mit Backmischungen gar nicht. Ich finde es auch erstaunlich wie einfach es ist Brot zu backen. Früher hatte ich immer ein bisschen Respekt davor, aber bisher ist noch kein Brot misslungen. Und ich bin sicher alles andere als die perfekte Hausfrau. 😀

  3. Sieht lecker aus
    doawonder.blogspot.de

  4. Hallo Viktoria, bin heute auf deinen Blog aufmerksam geworden. Tolle Inhalte! Unter anderem ein sehr interessanter Beitrag hier in diesem Rezept. Ich muss nämlich derzeit auf histaminarme Küche achten, was nicht leicht ist.
    Leider finde ich das Rezept für diese Brötchen nicht auf der Website von kochenohne.de
    Kannst du mir Angaben zu Menge und Mischverhältnis geben? Hast du das Rezept noch vorliegen? Vielen Dank vorab!
    LG aus München, Andrea

    1. Hallo Andrea,

      ich habe das Rezept aktualisiert, offensichtlich wurde das durch einen Darstellungsfehler verschluckt. Jetzt klappt es aber wieder. 🙂

      Liebe Grüße
      Viktoria

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Close