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[Blogserie] Les Questions d’Hiver 2|3 – Tipps gegen Winterdepression

[Blogserie] Les Questions d’Hiver 2|3 – Tipps gegen Winterdepression

Heute geht unsere kleine gemeinsam „Les Questions d’Hiver“-Blogserie mit Der Blasse Schimmer und Beauty Ressort in die zweite Runde. Nachdem Shelynx am Donnerstag beschrieb, wie sich ihre Winterpflege im Gegensatz zum Sommer verändert, zeigte uns Nadine am Freitag ein leckeres Rezept für selbstemachten Chai-Sirup.

 
 
Heute bin ich wieder dran und meine Frage lautete: Hast du Tipps gegen die Herbst-/Winterdepression? Was tust du jetzt wo die Tage kürzer werden und das Gemüt einen kleinen Hänger hat? Was macht die dunkle Jahreszeit angenehmer? [Beauty Ressort]


Ich gebe es zu, ich bin ein Sommerkind. Wenn es warm ist und man draußen sein kann, dann fühle ich mich wohl. Lange Zeit war es für mich ein Gräuel, wenn die Sonne bereits um 17 Uhr untergegangen war, man morgens im Dunklen aufstand und abends bei Finsternis nach Hause kam. Inzwischen aber habe ich gelernt, mich mit den Jahreszeiten besser zu arrangieren. Deshalb sind hier sind meine persönlichen 5 Dinge die ich mache, um der Winterdepression zu entfliehen.
 
 
Während ich im Sommer abends noch gerne auf der Terrasse sitze oder noch laufen gehe, suche ich mir im Winter andere Dinge die mir Spaß machen. Wie zum Beispiel stricken. Ich finde, das macht einfach nur im Winter Spaß und während man auf der Couch sitzt, Tee trinkt, Musik hört und die Maschen zählt, merkt man gar nicht, dass es draußen finster und ungemütlich ist. Außerdem lese ich im Winter viel mehr. Auch hier kann man es sich auf der Couch gemütlich machen und einfach mal einen ganzen Tag damit verbringen, seine Nase in Bücher zu stecken. Ohne schlechtes Gewissen, dass man nicht vor die Tür gegangen ist.
 
 
Ja er ist fies. Der Köter, der uns einredet, dass unser Hintern auf der Couch festgeklebt ist, dass es draußen viel zu kalt ist und dass in der Dunkelheit an jeder Ecke Monster lauern. Gegen die Ausreden eins und zwei komme ich inzwischen wunderbar an, gegen die dritte nicht. Denn ich mag einfach nicht im dunklen Sport machen. Aber deshalb rede ich mir kein schlechtes Gewissen ein, sondern mache einfach etwas anderes. Statt abends laufen zu gehen, gehe ich zweimal in der Woche mit meiner Freundin zum Taebo. An einem Abend mache ich Blogilates, laufe am Laufband oder trainiere mit Laptop und Fitnessvideos und am Samstag Vormittag gehe ich laufen. Die größte Hilfe bei der Wandlung von der Couchpotatoe zur Sportlerin war es, das Gehirn einfach auszuschalten. Wenn ich mich dabei erwische wie ich daran denke, dass ich müde bin, dass ich nicht mehr raus mag und viel lieber Kakao trinken und lesen möchte, schalte ich meinen Kopf ab und ziehe mir sofort die Sportsachen an. Wenn ich einmal so weit bin, ziehe ich sie garantiert nicht mehr aus und es war bisher immer so, dass ich mich nach dem Sport besser gefühlt habe als davor.
Im Winter fahren mein Freund und ich außerdem an den Wochenenden gerne spontan zum Snowboarden oder Skifahren. Wir haben das Glück, dass wir nur ca. 45 Minuten bis zum nächsten Skigebiet brauchen und so kann man auch sonntags mal für ein paar Stunden auf die Piste. Wenn dann auch noch die Sonne scheint und man mit dem Board den Hang hinunter flitzt, sind die Winterdepressionsgedanken garantiert verschwunden.
 
 
Ich bin niemand, der ganze Wellnesstage mag, ich langweile mich auch zum Beispiel in der Therme zu Tode, hasse Massagen oder im warmen Wasser herumtümpeln. Trotzdem tue ich gerade im Winter gerne etwas für mich. Mein Wellness Resort ist meine Badewanne. Gesichtsmaske drauf (im Moment probiere ich gerade einige von Montagne Jeunesse aus), duftende Badezusätze rein (hier habe ich euch meine Lieblinge gezeigt), ein Buch oder eine Zeitschrift und schon bin ich wunderbar entspannt und schöpfe wieder neue Kraft. In diesen Augenblicken vergesse ich die Kälte und die Dunkelheit draußen und fühle mich einfach nur wohl.


Ich trinke das ganze Jahr über Tee, aber im Winter rettet mich dieses Getränk aus plötzlichen Gemütstiefs. Dann decke ich den Tisch hübsch, mische mir in meinem Tee-Ei verschiedene Kräuter zusammen und besteche meinen Freund mit Lebkuchen, damit er sich zu mir setzt. Er trinkt Kaffee und ich mag es, wie sich der Duft im ganzen Raum ausbreitet. Und auch wenn er mir dabei laufend meinen Becher in Form eines Kamera Objektives mopst verzeihe ich ihm gerne, wenn er dafür ein paar Nüsse für mich knackt.
Wir machen es uns wie ein altes Ehepaar gemütlich und reden über Gott und die Welt. Ich liebe diese Augenblicke, in denen wir nur für uns da sind, ohne auf die Uhr schauen zu müssen und ohne schlechtes Gewissen, weil wir einfach so Zeit verplempern. Oft planen wir dann Ausflüge oder Urlaube, überlegen, wohin wir im Sommer reisen möchten und gucken uns Urlaubsfotos an. Meistens packt mich dann die Vorfreude und ich werde ganz aufgeregt und fange an Reisefüher zu lesen und die Dinge rauszuschreiben, die ich unbedingt sehen möchte.


Das Foto und der 5. Tipp war eigentlich nicht geplant, aber immer wenn ich Sachen am Boden trapiere um sie zu fotografieren, kommt Torres und legt sich mitten hinein. Ich habe ihn versucht wegzuschieben, aber er hat sich immer wieder an mich rangeschlichen, mich angestupst und die Pfote auf mein Knie gelegt. Natürlich habe ich mich ziemlich schnell zu einer Knuddelrunde mit ihm überreden lassen. Und da wurde mir klar, wie wunderbar sich das auf die Seele auswirkt. Eine Katze, die sich an mich schmiegt, leise schnurrt und wohlige Wärme abgibt. Schon ist die Welt in Ordnung. Zumindest für den Augenblick und mehr braucht man auch oft nicht um die trüben Gedanken, die sich wie dunkler Nebel aufs Gemüt legen, beiseite zu schieben.

4 comments

  1. Ein toller Post! Ich sollte mich auch mal wieder aufraffen und zum Sport gehen 🙂

    Liebe Grüße
    Saskia
    My Style Room

  2. Aaaawwww vor allem den letzten Tipp mit der Katze den kann ich so gut nachvollziehen. Katzen sind einfach zauberhafte Wesen. Leider habe ich aktuell keine Katze, aber ich kann mich sehr gut an das Schnurren unseres Katers erinnern, das war einfach richtig richtig toll! Einer meiner Lieblingsbadezusätze aus der Drogerie ist von Dresdner Essenz das Honigbad. Das riecht einfach himmlisch. LG und ein schönes Wochenende dir!

  3. Hach…danke für den Post. Ich bin auch so ein totales Sommerkind und werde im Winter echt depri.
    Das mit dem Tee stimmt…ein warmes Getränk im Magen lässt einen sich gleich besser fühlen.
    Und jaaa…ich liebe die Yogitees auch total…vor allem Schoko und Sweet Chai. Ooohhhh…und da ich grade gegooglet habe, hab‘ ich entdeckt, dass es Schoko Chili gibt…DEN muss ich doch mal testen.:)
    Du bist übrigens die erste von der ich höre, dass sie keine Massagen mag…^^

  4. Ein wirklich toller Post, wobei ich sagen muss, dass mich vor allem der Weihnachts-Gedanke glücklich macht 🙂 Ich mag den Winter <3
    Um die Nähe zur nächsten Piste beneide ich dich, denn ich war noch nie Snowboarden, interessieren würde es mich aber total.

    Liebe Grüße
    Stefan von SpeedTutorial

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