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Austria 12 Points

Austria 12 Points

Die selbe Überschrift habe ich schon letztes Jahr um diese Zeit verwendet. Ein Song Contest Fan bin ich immer noch nicht geworden, aber ich habe gestern – wenn auch mit einem Auge und einem Ohr – die österreichische Entscheidung, wer nach Baku fährt, mitverfolgt. Oder zumindest, wer zur Qualifikation antreten darf. Bekanntlich bezahlt Österreich ja zu wenig in den Topf ein und darf somit nicht fix starten. Scheint uns Österreichern auch nicht wirklich viel auszumachen, denn so richtig ernst nahm man hier die ganze Sache nie. Wir erinnern uns an das Jahr 2003, als Alf Poier mit seinen „kleinen Haserl“ die Song Contest Bühne erzittern ließ.Im Vorjahr durfte dann Nadine ran. Dass sie irgendwo ganz hinten landete blieb mir im Kopf, was sie geschmettert – ähh gesungen – hat, will mir partout nicht einfallen. Auch wer letztes Jahr gewonnen hat, weiß ich nicht mehr. Klar, Aserbaidschan, aber wie hieß das Lied? Wer hat das gesungen? Ich hab nicht die leiseste Ahnung.

 

Vielleicht wären den Leuten dagegen Lukas Plöchl bzw. die Trackshittaz besser im Gedächtnis geblieben, schließlich wollten sie letztes Jahr schon mit dem Traktor nach Düsseldorf fahren, sind jedoch nur auf dem zweiten Platz in der Ausscheidung gelandet. „Oida Taunz“ schwirrt da irgendwo noch in den Tiefen meines Kopfes herum. Dieses Jahr dürfen sie übrigens nach Baku. Angeblich auch mit dem Traktor. Vielleicht sollte ihnen jemand sagen, dass sie besser schon bald los fahren sollten, wenn ihr Traktor nach eigenen Aussagen gerade mal 15 km/h Spitze drauf hat. Wer es noch nicht kennt, „Woki mit dem Popo“ ist dieses Jahr der Siegersong.

 

Conchita Wurst

Jetzt möchten Kritiker vielleicht meinen, wir Österreicher nehmen den Song Contest immer noch nicht ernst. Doch, das tun wir. So ernst wie man das überhaupt nehmen kann, wenn man seit Jahrmillionen nichts reißt und immer irgendwo ganz hinten landet. Unter uns: Mir persönich ist es egal ob die Trackshittaz oder Conchita Wurst, der viele große Chancen ausgerechnet hatten, in Baku singen. Der Song, der mich gestern übrigens am meisten überrascht hat war Einsturzgefahr von Krautschädl. Ich verstehe zwar selbst als Österreicherin nicht mal die Hälfte von dem, was die Jungs singen, aber das Lied rockt. 😉
KrautschädlDie anderen Lieder habe ich irgendwie schon wieder vergessen. Ich erinnere mich noch dunkel an „Wir müssen auf Teufel komm raus 3-sprachig singen“ {Papermoon} und „Wir springen auf den Swing-Trend auf und strapazieren das Thema Multikulti“ {!DelaDap}

Jemand hat einmal gesagt „Früher wurden große Karrieren beim Song Contest gestartet, heute werden sie dort beendet“. Das mag sein. Und somit ist es mir lieber, wenn richtig gute österreichische Künstler zuhause bleiben.

Wie seht ihr das? Und vor allem: Wie findet ihr unseren österreichischen Beitrag? Gebt ihr uns 12 Punkte? 😉

4 comments

  1. Ich finde mit Krautschädl hätten wir endlich wieder mal gezeigt, dass es in Österreich auch gute Musik gibt.
    Aber nein, wir müssen wieder irgendwelche herumhüpfenden Gestalten zum SongContest schicken.
    Und dann wundert sich noch jemand darüber, dass man oft schlechtes über uns Österreicher hört.

    Aber meiner Meinung nach wird der ganze Eurovisions Song Contest eh überbewertet.
    Ich hör mir eh viel lieber, vielleicht noch nicht so bekannte, aber genauso gute regionale Bands an.

    Liebe Grüße
    Lisa

  2. Sehe ich wie du, Lisa.

  3. hahaha oh Gott, eure Teilnehmer sind ja echt grausig 😀

    Ich dachte ja schon, dass Deutschland mal wieder ein Möchtegernchen gecastet hat und es nach Guildo Horn mit „Guildo hat euch lieb“ und Raab mit diversen Stil- und Wadde-hadde-dudeda- Musikverfehlungen eigentlich keine Steigerung geben kann aber „Woki mit dem Popo“ und die Optik von Conchita Wurst sind echte Brüller XDD

    Eure Sängerin vom letzten Jahr fand ich gar nicht mal schlecht

  4. Jedes Jahr denke ich „Was für eine überflüssige Veranstaltung“ und dann schaue ich es doch.
    Das soll mal einer verstehen.

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